Update: Hinweis zu Marstacimab (Hympavzi®)
20.03.2026
DHG verfolgt weitere Entwicklungen
Nach dem Todesfall eines Hemmkörper-Patienten mit Marstacimab-Prophylaxe nach einer Operation in China (siehe unsere Mitteilung vom 29.01.2026) stehen wir in engem Austausch mit unserem Ärztlichen Beirat, der World Federation of Hemophilia (WFH) sowie auch der Firma Pfizer.
Die Umstände, die zum Tod des Patienten geführt haben, sind noch nicht bis ins Detail geklärt. Fest steht, dass bei der Vorbereitung und Durchführung der OP die Empfehlungen für das frühzeitige Absetzen von Marstacimab nicht eingehalten wurden.
Zu bedenken ist allerdings, dass im Fall einer nicht geplanten Not-OP, z. B. nach einem Unfall, eine ähnliche Therapie-Konstellation durchaus vorliegen könnte. Prof. Dr. Oldenburg, der als Vertreter der DHG bei einem fachlichen Austausch zwischen der Firma Pfizer und der WFH dabei war, hält es daher für äußerst wichtig, dass für die Behandlung von Durchbruchsblutungen und Operationen eine Empfehlung verfasst wird, welche die Erfahrungen bei bisherigen Patienten, auch denen mit Komplikationen, berücksichtigt. Die Firma Pfizer berichtet von insgesamt vier Patienten weltweit mit thromboembolischen Komplikationen.
Nach Einschätzung von Prof. Dr. Oldenburg geben die bisherigen Daten zu Marstacimab keinen Anlass zu einer Änderung der Sicherheitsbewertung von Marstacimab. Betrachtet man die Anzahl der Patienten auf Marstacimab und die bereits vorhandenen Behandlungsjahre, auch im Rahmen der klinischen Studien, dann sind die Vorfälle insgesamt als seltene Komplikationen anzusehen.
Die DHG wird die weiteren Entwicklungen verfolgen. Kontaktieren Sie Ihr Hämophiliezentrum, wenn Sie Fragen zu Marstacimab haben, oder melden Sie sich bei uns.
Bild: MD - stock.adobe.com




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