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Hinweis zu Marstacimab (Hympavzi®)

29.01.2026

Hemmkörper-Patient im Rahmen einer Studie nach OP verstorben

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Die Firma Pfizer teilt mit, dass ein Teilnehmer der Langzeit-Verlängerungsstudie (B7841007), in der Marstacimab bei Menschen mit Hämophilie A oder B mit Inhibitoren untersucht wird, im Dezember 2025 nach schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen – einem Kleinhirninfarkt mit anschließender zerebraler Blutung – verstorben ist. 

Die betroffene Person, ein 53-jähriger chinesischer Patient mit Hämophilie A und Hemmkörpern, nahm im Jahr 2022 an der ursprünglichen Studie (B7841005) teil, bevor er 2023 in die Langzeit-Verlängerungsstudie aufgenommen wurde. Der Todesfall ereignete sich ca. zwei Wochen nach einer Harnleiter-OP mit der Gabe von rekombinantem Faktor VIIa zur perioperativen Behandlung.  

Die näheren Umstände, die zum Tod des Patienten geführt haben, sind noch nicht geklärt und werden derzeit untersucht. Die Firma Pfizer hat angekündigt, in der nächsten Woche eine detailliertere Mitteilung zu veröffentlichen. Die zuständigen Zulassungsbehörden und Studienärzte wurden informiert. 

Marstacimab hat von der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung zur Behandlung von Hämophilie A oder B bei Patienten ohne Inhibitoren erhalten. Der Einsatz bei Patienten mit Hemmkörpern ist bislang nicht zugelassen und wird in klinischen Studien untersucht.

Die DHG wird die weiteren Entwicklungen verfolgen und darüber informieren, sobald uns zusätzliche Erkenntnisse vorliegen.

Die Ärzte, die in Deutschland Patienten mit Marstacimab behandeln, sind nach Aussage der Firma Pfizer persönlich informiert worden.

Sind Sie Marstacimab-Patient?

Dann hat Ihr behandelnder Arzt vielleicht schon mit Ihnen darüber gesprochen. Kontaktieren Sie bei Fragen Ihr Hämophiliezentrum. Melden Sie sich bei uns, falls Sie bislang noch keine Informationen erhalten haben sollten.

 

 

Bild: MD - stock.adobe.com