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Welthämophilietag 2017 in Dresden

Auch 2017 fand in Dresden wieder eine Veranstaltung zum Welthämophilietag statt. Dieses Jahr standen wir am 22.04.2017 von 14 bis 17 Uhr mit unserem Infostand, Unterschriftenzetteln und dem Hämophilie-Quiz im Dresdner Hygiene Museum. Dieses Mal haben wir Unterschriften für eine unbefristete und dynamisierte HIV-Entschädigung gesammelt. Über 80 Personen haben sich mit ihrer Unterschrift dafür eingesetzt. Vielen lieben Dank an alle Unterstützer!

Neben den Unterschriften konnten sich die Besucher auch noch über die Blutgerinnungsstörungen Hämophilie und von-Willebrand-Syndrom informieren. Nachdem die Passanten sich ausreichend informiert hatten, konnten sie ihr erworbenes Wissen direkt bei unserem Hämophilie-Quiz unter Beweis stellen.

Als Dankeschön gab es eine kleine Überraschung.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Veranstaltungen zum Welthämophilietag!

Bikewochenende im Berchtesgadener Land

Am Pfingstwochenende vom 22.05- 25.05 wurde von der Jugendvertretung ein Bikewochenende in Schönau am Königssee veranstaltet. Die Anreise fiel direkt auf den Pfingstferienbeginn, was bei einigen Teilnehmern zu einer etwas länger Anreise führte. Am späten Abend waren aber alle 9 Teilnehmer eingetroffen. Die meisten kannten sich schon von anderen Veranstaltungen aber auch ein komplett neues Gesicht durften wir in unserer Runde begrüßen.

Am Abend hatte sich Regen eingestellt und die Berge verschwanden in den Wolken. Leider hat uns dieses nasskalte Wetter das ganze Wochenende verfolgt. Jammern hilft bekanntlich nichts und so wurden erst mal nach dem Frühstück die Leihräder abgeholt. Mittags besserte sich das Wetter etwas und es ging los, zu unserer ersten Tour. Nach der Eingewöhnung auf die für einige Teilnehmer ungewohnten Räder, bogen wir auf einen schmalen Waldweg ein, welcher uns dem Ziel einer kleinen Almhütte näher brachte. Radfahrtechnisch war es sehr leichtes Gelände aber die die Anstiege hatten es in sich. Entlang eines Baches ging es zum Hintersee. Landschaftlich ein Highlight, aber uns durch den stärker werdenden Regen leider nicht vergönnt und so beschlossen wir ziemlich durchnässt umzukehren. Zurück hieß es dann schnell aus den nassen Klamotten und heiß duschen.

Abends hatten Benjamin und Claudia einen Workshop zum Thema „Hämophilie im Alltag“ vorbereitet. Bei den verschiedenen Punkten ging es um die Themenbereiche: Gesundheit und Krankheit – ein ganzheitlicher Ansatz, emotionale Reaktionen bei Krankheit, Kategorisierung der Medizinpsychologie, selbstbewusster Umgang mit Hämophilie und Inklusion. Abschließend gab es noch einen Workshop wo wir in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die eine Gruppe bestehend aus Hämophilen beschäftigte sich mit Themen, wo es um den Umgang mit der Krankheit durch Außenstehende/Angehörige ging. Die andere Gruppe bestand aus Freunden/Angehörigen, welche sich über Ihren Blick auf die Hämophilie austauschten. Danach wurden die Ergebnisse der anderen Gruppe vorgestellt. Es war ein sehr aufschlussreicher und interessanter Abend für uns alle und wie ich finde hat mal seinen Alltag aus einer anderen Sichtweise betrachtet.

Der folgende Tag startete mit einem kurzen Besuch am Königssee. Dort bewegten wir uns auf den ausgetretenen Touristenpfaden bis zum Malerwinkel, um das weit entfernte weltberühmte St. Bartholomä zu erblicken. Nachmittags ging es wieder auf die Räder. Das Wetter hatte sich zumindest so weit gebessert, als dass es wenigstens nicht nasses von oben kam. Dieses Mal ging es in die entgegen gesetzte Richtung. Entlang der Berchtesgadener Ache, vorbei an einer Kugelmühle ging es nach Marktschellenberg. Kurz vor der österreichischen Grenze ging es mal richtig dem Berg hoch. An diesem hat sich dann gleich die Kette an Benjamins Rad verabschiedet. Mangels passendem Werkzeug wurde er nun „Schlepptau“ genommen. Ist ganz praktisch wenn sich die bessere Hälfte ein Elektro-Mountainbike ausgeliehen hat. So ging es dann zurück, über den Obersalzberg zu unserer Unterkunft. Nach dem Abendbrot ging es in das naheliegende Salzburg. Dort düsten wir diesmal mit 4 statt 2 Rädern hin. In Salzburg besichtigten wir die Klassiker der Stadt, wie die Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus, den Dom, den Mirabellgarten und noch vieles, welches zum Bestaunen einlud.

Leider geht auch das schönste Wochenende mal zu Ende. So machten wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück und dem beladen der Autos wieder alle auf dem Heimweg.

Zum Abschluss will ich dem Hauptorganisator Benjamin aber auch allen die sonst so an der Organisation beteiligt waren danken. Das Wochenende hat viel Spaß gemacht und schon aufgrund des nicht optimalen Wetters sollte diese Veranstaltung bei besserem Wetter auf jeden Fall wiederholt werden!

Markus Bachhuber

DHG Segelfreizeit 2014 13.04.-17.04

Nach unterschiedlich langer Anfahrt aus Deutschland trafen wir fünf Teilnehmer uns am Abend des 13. April im Heimathafen unseres Schiffes - der „Hollandia“. Bei der Erkundung des kleinen Ortes Stavoren, mussten wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass der Supermarkt umgezogen war und nahezu alle Lokale und Gastlichkeiten bereits ab 18 Uhr „gesloten“ waren –  damit war das Wort des Tages gefunden und auch an den nachfolgenden Tagen unserer Reise brachte uns der holländische Ausdruck für „geschlossen“ noch regelmäßig zum Lachen. Dank unserer Skipperin Evelien fanden wir dann doch noch eine offene Pizzeria.
Der erste Tag unserer Schiffsreise brach an. Abenteuerliches Segelwetter mit Windstärke 8 (zum Glück in unserem Rücken) begrüßte uns, als wir samt der „Hollandia“ den Hafen verließen. In dem Moment, in dem die ersten großen Wellen das Schiff merklich zum Schwanken brachten, wurde wohl jedem von uns leicht mulmig. Dank der vorteilhaften Wetterlage schafften wir es so an einem Tag bis Amsterdam zu segeln. Nach einer sehr ruhigen Nacht besuchten wir für ein paar Stunden Amsterdams Innenstadt, von der wir uns mehr erhofft hatten. Aber schließlich waren wir auch zum Segeln da. Zurück auf dem Schiff angekommen, hatte der Wind auf Windstärke 4 abgeflaut, stand nun aber gegen uns, so dass wir kreuzen mussten. Dabei kamen wir zwar nur sehr langsam voran, hatten aber viel an Bord zu tun und waren am Abend ziemlich geschafft. Trotzdem nutzten wir die letzten Sonnenstrahlen um in unseren Hafen für die Nacht (Volendam) noch ein paar Einkäufe zu tätigen und ließen den Tag unter Deck bei Spielen ausklingen. Der vorletzte Tag unserer Fahrt über das Isjelmeer brachte für das Segeln ungeeignete Umstände – kaum Wind. Obwohl wir alle besorgt waren, ob wir am Tag unserer Abfahrt rechtzeitig in Stavoren zurück sein würden, genossen wir die Sonne auf dem Meer in vollen Zügen. Dank des mangelnden Windes hatten wir Zeit für einige besondere Erlebnisse: wir gingen im Meer schwimmen, wurden am Hauptmast des Schiffes hochgezogen und legten zur Nacht nicht in einem Hafen, sondern auf offener See vor Anker. Der schönste Sonnenuntergang der vier Tage rundete den entspanntesten Tag unserer Reise ab.
Nach einer kollegialen Prophylaxe machten wir uns am folgenden und letzten Tag auf den Rückweg nach Stavoren. Auf der Fahrt dahin durften wir sogar selber ans Steuer unseres Segelschiffes.

Alles in Allem bleibt nur zu sagen, dass die Segelfreizeit 2014 ein voller Erfolg war und das Event definitiv einer Wiederholung bedarf. Wer nicht dabei war, hat vier wunderbare Tage in Gesellschaft verpasst.

Erik Kusch

 

1. Vierländertreffen in Köln

Vom 10. bis 12. Januar 2014 fand das erste Vierländertreffen der DHG-Jugend in Köln statt. 23 Jugendliche aus ganz Deutschland kamen zu diesem Wochenende.

Treffpunkt war am Freitagabend das Kölner Ibis Hotel, welches unsere Unterkunft für zwei Nächte war. Nach einer für die meisten langen und anstrengenden Anreise, begrüßten wir alte und neue Gesichter.

Für einige - sichtlich vor dem Aufstehen - ging es am Samstagmorgen mit "Hemophilia in Motion" los. Wir konnten unsere Fragen zu diesem Projekt loswerden sowie an praktischen Übungen selbst ausprobieren, wie leicht es doch ist, Sport effektiv auszuüben.

Im Anschluss an den sportlichen Vormittag trafen wir uns nach zwei Stunden Freizeit, in denen die meisten die Stadt erkundeten, am Kölner Hauptbahnhof, um gemeinsam die MMC-Studios (Film- und TV-Studios) zu besuchen. Dort bekamen wir eine Führung durch die verschiedensten Film- und Showsets, in denen z.B. "DSDS", "Let´s dance" oder auch "Unter Uns" gedreht werden. Träumereien von einer Schauspielkarriere begannen.

Am Abend trafen wir uns am Kölner Dom, um eine Führung durch die Kölner Brauhäuser zu unternehmen. Ein Stadtführer zeigte uns die Kölner Innenstadt, und wir kehrten in drei Brauhäuser ein, um uns an verschiedenen Kölschsorten auszuprobieren. Nachdem wir genug getrunken hatten, verspürten wir großen Hunger, und unser Weg führte uns in ein italienisches Restaurant, in dem wir alle Platz fanden. Nach einem riesigen und vor allem leckeren Abendessen saßen einige noch bei einem Cocktail oder Bier zusammen, andere verspürten jedoch den Wunsch nach einem Bett.

Am Sonntagmorgen fuhren wir nach einem gemütlichen und nicht ganz so frühen Frühstück mit schönen Erinnerungen an dieses erlebnisreiche Wochenende nach Hause. 

Jana Kirchner

Bowling 2013

Am 9. November 2013 trafen sich neun junge und jung gebliebene Mitglieder zu einem sportlichen Bowlingabend. Auf den im letzten Jahr geäußerten Wunsch  hin haben wir dieses Mal die Bowlingbahn gewechselt. Die vorigen Male waren wir auf der Heim-Bowlingbahn unseres Siegers der letzten drei Jahre, Dejan Otolac. Jetzt durfte jemand anderes um den Pokal spielen.

Es wurden dabei reichlich „Strikes“, „Splitts“ und auch „Ratten“ geworfen. Wir konnten durch „Strikes“ den einen oder anderen Drink vom DJ gewinnen. Nach einem zweistündigen Spiel mit sehr interessanten Gesprächen wurde der Sieger ermittelt: Es gewann in diesem Jahr Thomas. Herzlichen Glückwunsch!

Nach der Siegerehrung und einer Stärkung ließen das stellvertretende Vertrauensmitglied der Region Berlin–Brandenburg, Marcus Smolarek, und ich die Mitgliederversammlung vom 3. November 2013 Revue passieren. Es kamen die Jugendvertreter- und die Vertrauensratssitzung sowie die gemeinsame Sitzung von Vertrauensrat und Vorstand zur Sprache. Alle waren interessiert zu erfahren, was auf der Mitgliederversammlung passiert ist. Marcus berichtete über die Neuwahlen zum Vorstand, die Beiträge und Ergebnisse, die Satzungsänderungsanträge und über das Ergebnis der Wahl des Ärztlichen Beirats.

In der anschließenden Diskussion wurde vorgeschlagen, dass es die Möglichkeit geben sollte, die Kandidaten für den Vorstand bereits vorher bekannt zu geben (über die DHG-Homepage oder einen Sonderdruck zur Einladung), um dann im Rahmen einer Briefwahl abstimmen zu können.

Wir verabschiedeten uns und sehen uns wieder zur Regionaltagung 2014.

Steffen Hartwig

USA-Reisebericht

„Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, die Vereinigten Staaten von Amerika – so hieß das Ziel unserer diesjährigen Reise. Um genau zu sein, war unsere erste Station Cincinnati, Ohio. Den langen Flug von Hamburg über Frankfurt und Philadelphia trat dieses Jahr eine relativ kleine Gruppe an. Dabei waren Finn (16) und Felix (17) als Teilnehmer und ich, Björn (18), als Betreuer.

Das Programm war bekannt: Die erste Woche sollten wir einzeln bei Gastfamilien im Großraum Cincinnati verbringen, um uns einen Einblick in das amerikanische Familienleben zu ermöglichen. Somit trennten wir uns direkt wieder, nachdem wir uns am Flughafen gerade erst kennen gelernt hatten. Da sich die Gastfamilien von Finn und Felix sehr gut kannten, waren die beiden doch nicht so allein, und es ging sogar gemeinsam zum Baseball, wo die Cincinnati Reds erfolgreich zum Sieg geschrien wurden. 

Die zweite Woche verbrachten wir dann wieder alle zusammen bei den Eltern von Mike Dunn, der mit seiner Frau Amy einen Großteil der Organisation und damit wie jedes Jahr einen riesigen Beitrag zu dieser Reise geleistet hat. Freundlicherweise wurde uns von den Eltern ein Auto zur Verfügung gestellt, so dass wir vor Ort sehr mobil waren und das auch in vollen Zügen nutzten. Outlet-Shopping, Go-Karts, Bowling sowie Kino- und Freizeitparkbesuche sorgten dafür, dass Langeweile in dieser Woche eigentlich kein Thema war. 

Danach ging es Richtung Süden, genauer gesagt nach Atlanta, Georgia. Einen Zwischenstopp legten wir in North Carolina ein, wo wir eine verdammt anstrengende Wanderung über 16 Kilometer durch die Appalachen machten. Als letztes stand dann das „Camp Wannaklot“ in der Nähe von Atlanta, das speziell für Kinder und Jugendliche mit Blutgerinnungsstörungen konzipiert ist, auf dem Plan. Freundlicherweise werden in diesem Camp von der „Haemophilia of Georgia“ (HOG) fast jedes Jahr Plätze für deutsche Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Im Camp hatten wir auf der einen Seite eine riesige Auswahl an Aktivitäten, vom Kajakfahren übers Hochseilklettern bis zum Bogenschießen, und auf der anderen Seite eine Menge Spaß mit den amerikanischen Campern und Betreuern während und abseits der Aktivitäten. 

Die letzten beiden Tage vor dem Rückflug verbrachten wir bei Mike und Amy in Atlanta. Zu sehen gab es dort zum Abschluss das „Georgia Aquarium“, das ganz nebenbei gesagt das größte der Welt ist. Damit gingen drei Wochen und eine tolle Reise zu Ende. Es bleiben viele Erinnerungen und einige neu gewonnene Freunde.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen, die dieses tolle Projekt sowohl auf deutscher als auch auf amerikanischer Seite Jahr für Jahr ermöglichen, ganz herzlich bedanken.

Björn Lohse

Ferienfreizeit 2012 des HämSü im Schullandheim Wartaweil

Am 5. August, einem Samstag, begann das Hämophilielager, das dieses Mal am Ammersee mit den Leitern Judith und Jonas sowie fünf Teilnehmern stattfand.

Am ersten Tag schauten wir uns das große Gelände an. Es war ausgestattet mit Fußballtoren, einem Basketballplatz, zwei Tischtennisplatten, einem Spielplatz, einer Reifenschaukel und natürlich einem großen Steg am See.

Zum Frühstück gab es immer Brot, Müsli und Sachen, um das Brot zu belegen. Zu trinken gab es Wasser, Eistee, Kakao und Kaffee. Mittags gab es Kaiserschmarrn, Käsespätzle, Grillwürste und Spaghetti Carbonara. Abends gab es manchmal eine Brotzeit. Es gab aber auch zum Beispiel Burger.

An den beiden ersten Tagen spielten wir Tischtennis, Fußball und Karten. Am dritten Tag fuhren wir mit einem Schiff über den Ammersee nach Utting. Dort wollten wir einen Kletterpark besuchen, der aber leider voll war. Also gingen wir in ein Labyrinth, das die Form der „Titanic“ hat. Dort mussten wir Stempel suchen und Rätsel über die „Titanic“ lösen. Als wir fertig waren, liefen wir zum Schiff und fuhren nach Herrsching, wo Judith uns allen ein Eis spendierte.

Am nächsten Tag haben wir Modellboote aus Holz gebaut und sind mit ihnen schwimmen gegangen.

Am Freitag gingen wir in den Kletterpark. Wir kletterten drei Stunden lang, bis wir alle Ebenen geschafft hatten. Mit dem Schiff fuhren wir wieder zurück. Am Abend feierten wir im Freizeitraum mit Kindern aus einem Englisch-Lager. Wir tanzten zur Musik und spielten Billard, Kicker und Airhockey.

Am Samstag wurden wir wieder abgeholt.

Ich fand das Camp sehr schön und würde mich freuen, wenn nächstes Jahr noch mehr Jungs kommen würden.

Timo Christmann 

Eine Woche im ungarischen Hämophilie-Camp

Wir wurden dieses Jahr von der Ungarischen Hämophilie-Gesellschaft zu einem einwöchigen Aufenthalt in ihrem Camp eingeladen. Neben uns folgten dieser Einladung einige rumänische Hämophile. 

Am Abend unserer Ankunft wurden uns das Camp und die verschiedenen Sportmöglichkeiten gezeigt. Die Nacht verbrachten wir in einem nahegelegenen Hotel, da der eigentliche Aufenthalt im Camp für unsere ältere Gruppe (14 bis 18 Jahre) erst einen Tag später begann. Dieser war gleichzeitig der letzte Tag für die jüngeren Hämophilen (sieben bis 13 Jahre), welche die vorangegangene Woche am Plattensee verbracht hatten. Als Start in die Woche und als Abschluss für die Jüngeren machten wir eine Bootstour über den Balaton. 

Die folgenden Tage begannen mit einem gemeinsamen Frühstück und dem gemeinsamen Spritzen. Darauf folgte meistens eine Physiotherapie-Einheit von etwa einer halben Stunde mit anschließendem Tauziehen. Danach verbrachten wir die Tage mit verschiedenen Aktivitäten, zu denen anfangs mehrere Kennenlernspiele gehörten, wodurch die Teilnehmer schnell Kontakt zueinander fanden. Dazu hat aber auch die bemerkenswerte Gastfreundschaft beigetragen; wir wurden mit offenen Armen empfangen, von Anfang an vollständig integriert, und durch Deutsch- und Englischkenntnisse konnte auch die sprachliche Hürde fast vollständig genommen werden. 

Während der Woche bestand das Programm aus vielen verschiedenen Aktivitäten, welche sich von einem sportlichen über einen kulturellen bis zu einem medizinischen Bereich erstreckten. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der gemeinschaftlichen Teilnahme aller. Beispielsweise machten wir einen Ausflug in einen Kletterpark, fuhren mit einem Drachenboot über den See, besuchten verschiedene Museen und hörten mehrere Vorträge der dort betreuenden Ärztin und die einiger Teilnehmer, bei denen es größtenteils um die Hämophilie ging. Leider konnten wir wegen der Sprache nur wenig verstehen. Das Wichtigste wurde uns allerdings übersetzt, und die Ärztin erklärte sich bereit, uns ihre Präsentation erneut auf Englisch vorzutragen. 

Wir machten außerdem Tagesausflüge in eine nahegelegene Fußgängerzone und zu einer Burg, von deren Berg wir einen fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft und den Balaton genießen konnten. Beinahe jeden Tag war Zeit zum Schwimmen, was oft mit Tretbootfahren verbunden wurde. Außerdem spielten wir während unserer viel vorhandenen Freizeit Tischtennis, Fußball, Volleyball oder Basketball. 

Weitere Erkenntnisse rund um das Thema Hämophilie erlangten wir bei einer abendlichen Gesprächsrunde, zu der ältere Hämophile zwischen etwa 50 und 80 Jahren eingeladen waren, um uns ein wenig von der früheren Behandlung der Bluterkrankheit zu erzählen. Leider verstanden wir nur wenig, da nicht ununterbrochen übersetzt wurde, aber allein durch die wenigen Informationen wurde klar, wie sich der Umgang und die Behandlung über die Jahre verbessert haben. Durch die rumänischen Teilnehmer erfuhren wir außerdem viel über die Versorgung in Rumänien, welche leider noch weit von der ungarischen, die unserer entspricht, entfernt ist. 

Nach einer Woche war das Camp dann viel zu schnell vorbei. Es war für uns eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung, besonders in Bezug auf das Wissen rund um die Hämophilie. Außerdem lernten wir viele neue Leute kennen und konnten Kontakte knüpfen, die hoffentlich noch lange Bestand haben. 

Joschka Pariente

Segelfreizeit der DHG-Jugend in den Niederlanden: Ahoi, Ahoi, Ahoi!

Dienstag, 10. April 2012

Liebes Tagebuch,
wir, 14 Jugendliche, unsere Skipperin Evelien und ihre Maat Marijke sollen nun für vier Tage auf See sein. Das Schiff „Hollandia“ ist gewaltig groß und vollkommen aus Stahl. Früher dienten Teile von ihm als Frachtsegler, nun ist es – stark umgebaut – ein Charterschiff. Heute sind wir im Hafen der Stadt Harlingen, unserem ersten Zwischenstopp, angekommen. Eigentlich wollten wir bereits um zehn Uhr morgens in Stavoren lossegeln. Es kam jedoch zu Verspätungen, denn wir mussten noch vor Ort zwei volle Einkaufswagen Verpflegung kaufen, die wir dann zum besseren Entladen an unser Schiff gerollt haben (auch unsere Skipperin musste noch einmal einkaufen). Die Organisatoren der Segelfreizeit, Carsten und Kai, brachten aus Deutschland viele Aufbackbrötchen zum Frühstücken mit. Jedoch mussten wir von unserer Skipperin erfahren, dass der Backofen nicht mehr funktioniert. Wir sind ratlos, was wir mit den Brötchen anfangen sollen. Gegen 13 Uhr ging es erst los. Alle mussten auf dem Schiff mit anpacken, und es machte Spaß, auch wenn wir meist nur für die grobe Arbeit zuständig waren. Wir durften das schwere Segel hochziehen, die rostige Kurbel für die Fock (das Vordersegel) bedienen, die riesigen Seitenschwerter hoch- und niederlassen etc. Insgesamt kamen wir im Gegensatz zur Skipperin ganz schön ins Schwitzen. Sie hat kommandiert und uns in Arbeitsgruppen (Vorder- und Hinterdeck) eingeteilt. Zum Glück mussten wir die Segel nur einmal hissen und konnten uns dann auch auf dem langen Deck ausruhen. Liebes Tagebuch, gerade hat es an mein Kajütenfenster geklopft. Ich muss los, Zwiebeln schneiden. Es soll Spaghetti-Bolognese geben. Auch später kann ich dich nicht mehr sehen, denn wir wollen heute Abend noch in einen Harlinger Pub gehen. Bis morgen!

Mittwoch, 11. April 2012

Ahoi Tagebuch,
das Wetter hat sich gebessert. Regnete es gestern noch vereinzelt, scheint nun ununterbrochen die Sonne. Hätte ich doch nur die empfohlene Sonnencreme mitgebracht. Zu spät, meine Nase hat einen Sonnenbrand, obwohl die Sonne oftmals vom Großsegel verdeckt wurde und wir nur den Schatten abbekamen. Du willst bestimmt von mir wissen, wo wir sind. Nun, um ehrlich zu sein, kann ich dir nur sagen, dass wir heute das Ijsselmeer über eine Schleuse verlassen und eine Insel in der Nordsee angesteuert haben. Leider habe ich den Namen nicht genau mitbekommen, da es heute an Bord sehr hektisch zugegangen ist. Denn als wir auf den Hafen zufuhren, kam uns der Wind direkt von vorne entgegen, so dass wir ständig „Wenden“ fahren mussten, um den Kurs halten zu können. Dabei schleuderten die Segel von einer Seite auf die andere. Und jedes Mal mussten wir sie neu anziehen. Unsere Skipperin hat uns ein Café direkt am Strand empfohlen, zu dem wir nun losgehen wollen. Ich muss mich noch umziehen, bis morgen, liebes Tagebuch!

Nachtrag 1: Die westfriesische Insel heißt Terschelling.

Nachtrag 2: Das Café hat mittwochs Ruhetag. Stattdessen liefen wir ein wenig auf dem Watt, und wir sahen trockengefallene Quallen. Abends gab es dann „lekker“ (im niederländischen Sinne) Hotdogs.

Donnerstag, 12. April 2012

AAAARRRGGGHHHH Tagebuch,
es schwankt: der Raum, das Schiff, immer hin und her. Fühlst du es auch? Heute haben wir aufgrund der Windstille keinen Hafen mehr erreichen können.

Wir treiben nun auf offener See mit Anker. Es war ein ereignisreicher Tag: Wir haben Robben mit ihren Heulern auf einer Sandbank gesehen, wir haben unser Schiff trockenfallen lassen und eine Wattwanderung gemacht (hätte ich doch nur die empfohlenen Regenstiefel mitgenommen!), wir wurden auf einer selbstgezimmerten Schaukel am Mast hochgezogen (ich habe mich auch getraut, wenn auch nicht so unerschrocken hoch wie Carsten und Benni). Ich bin müde, liebes Tagebuch, denn ich schreibe dir später als sonst. Wir haben heute noch so lange gefeiert, wie die Stromversorgung des Schiffes (eine Batterie statt wie im Hafen Landstrom) es zugelassen hat. Ade!

Nachtrag: Ach Tagebuch, weil es dir so wichtig ist: Zum Essen gab es Bratkartoffeln mit Hackfleischbuletten. Ein Gedicht!

Freitag, 13. April 2012

Ahoi Tagebuch,
endlich sind wir wieder in Stavoren angekommen. Auch heute gab es keinen Wind, dafür umso mehr Sonne. Evelien hatte bereits um sieben Uhr den Motor gestartet, damit wir es rechtzeitig zurück schaffen. Trotzdem sind wir nicht die ganze Zeit mit Motor gefahren. Wir haben zumindest versucht, eine kleine Strecke zu segeln. Für die Aufbackbrötchen haben wir doch noch Verwendung. Der Hunger hat viele dazu verleitet, sie ungebacken zu genießen (mich jedoch nicht). Schließlich sollten wir zum Abschluss das Schiff reinigen. Ich kann nur sagen, dass wir unsere jugendlichen Kräfte nicht geschont haben, um das Schiff sauberer zu machen als vor unserer Ankunft! Gleich werden wir dieses Schiff verlassen, manche werden nach Deutschland zurückkehren, andere, wie ich, wollen noch das Wochenende in Amsterdam verbringen. Mach es gut, liebes Tagebuch! Ahoi, Ahoi, Ahoi!

Maria Schlenkrich & Oliver Kauff

Besuch im Tropical Island 2013

14 Jugendliche trafen sich im Winter 2013, um die Tropen mitten in Berlin zu besuchen. Nach der Anreise, die für unsere Jugendlichen aus den Niederlanden und der Region Rheinland-Pfalz/Saarland neun Stunden gedauert hatte, gingen wir zum ersten Kennenlernen gemeinsam Pizza essen. Die Zeit bis zum nächsten Morgen verbrachte eine größere Gruppe in einer Berliner Disco.

Am nächsten Tag machten wir eine einstündige Stadtrundfahrt mit anschließendem Besuch des Fernsehturms. Unsere niederländischen Freunde testeten die original Berliner Currywurst und befanden diese für gut.

Nach dieser Stärkung fuhren wir zum Tropical Island und waren froh, bei Minustemperaturen und Schneefall in die 25 Grad Celsius warmen Tropen zu kommen. Nach einem Rundgang und einem gemeinsamen Abendessen wurde in der Südsee Ball gespielt und in den Tropen entspannt. Den Abend haben wir mit vielen interessanten Gesprächen ausklingen lassen. Nach einer kurzen Nacht und einem Frühstück fuhren alle zurück nach Hause.

Wir freuen uns auf ein gemeinsames Wiedersehen im Frühjahr 2014.

Steffen Hartwig und Arnoud Plat