dhg

Blut verbindet alle

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli

27.07.2026

Gerechtigkeit für HCV-infizierte Hämophile

Welthepatistag.png

Hepatitis ist die tödlichste übertragbare Erkrankung weltweit und die häufigste Ursache für Leberkrebs. Für viele Menschen mit Hämophilie in Deutschland sind diese Zahlen keine abstrakte Statistik, sondern Teil ihrer persönlichen Lebensgeschichte.

Zahlreiche Hämophile infizierten sich in den 1970er- und 1980er-Jahren durch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) kontaminierte Gerinnungspräparate. Auch wenn Hepatitis C heute in den meisten Fällen heilbar ist, leiden viele Betroffene bis heute unter den gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen der damaligen Infektionen.

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages erinnert die DHG daran, dass das Schicksal der HCV-infizierten Hämophilen nicht in Vergessenheit geraten darf. Die DHG setzt sich weiterhin mit Nachdruck für eine angemessene Entschädigung der Betroffenen ein. Das erlittene Unrecht und die bis heute anhaltenden Folgen der Infektionen müssen anerkannt werden.

Der Welt-Hepatitis-Tag ist deshalb nicht nur ein Tag der Aufklärung, sondern auch ein Appell an Politik und Gesellschaft, Verantwortung zu übernehmen und den Betroffenen die Anerkennung und Gerechtigkeit zukommen zu lassen, die sie seit Jahrzehnten einfordern.