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Blut verbindet alle

WICHTIG: Gerinnungspräparate ab 1. September 2020 in Apotheken

24.03.2020

UPDATE 19. Mai 2020: Als Einführungsdatum war ursprünglich der 15. August 2020 vorgesehen. Aufgrund eines redaktionellen Fehlers im Gesetzestext wurde der Termin auf den 1. September 2020 verschoben.

Ab dem 1. September 2020 werden Sie Ihre Gerinnungspräparate nicht mehr in Ihrem Hämophiliezentrum erhalten, sondern in einer Apotheke Ihrer Wahl.

Damit gehen auch für Sie einige Änderungen einher. Auf diesem Flyer finden Sie alle wichtigen Informationen. Bitte lesen Sie ihn sorgfältig durch und beachten Sie die Checkliste.

Hier haben wir Antworten auf die häufigsten Fragen für Sie zusammengestellt.

  • Was ändert sich für mich?
  • Was passiert, wenn die Apotheke meine Arzneimittel nicht vorrätig hat? 
  • Muss ich Zuzahlungen leisten?
  • Wie wird die Notfallversorgung sichergestellt?
  • Muss ich als Privatversicherter/Beihilfeberechtigter künftig in Vorleistung treten?
  • Ändert sich etwas im Hinblick auf mein Substitutionstagebuch?

Stimmen Sie sich möglichst frühzeitig – am besten schon jetzt – mit Hämophilie-Arzt und Apotheke über Ihre künftige Versorgung ab.

Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Eine vorausschauende Planung ist äußerst wichtig, da sich die neuen Abläufe zunächst erst einspielen müssen und anfängliche Verzögerungen nicht ausgeschlossen sind. Kümmern Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig um Nachschub, bevor Ihr Vorrat aufgebraucht ist.

Suchen Sie weiterhin regelmäßig Ihr Hämophiliezentrum auf.

Gerinnungserkrankungen können nur von Gerinnungsspezialisten adäquat behandelt werden. Regelmäßige Besuche im Hämophiliezentrum sind für die optimale Therapie Ihrer Erkrankung unablässig.

Achtung Privatversicherte / Beihilfeberechtigte:

Ab August müssen Sie die Präparate selbst vorfinanzieren, falls Sie mit Ihrer Versicherung / Beihilfestelle keine anderweitige Vereinbarung getroffen haben. Nehmen Sie unbedingt frühzeitig Kontakt mit Ihrer Versicherung / Beihilfestelle auf! Der Verband der Privaten Krankenversicherung sowie die Beihilfestellen der Länder haben auf unsere Anfrage hin unterschiedliche Vorgehensweisen zur Lösung der Problematik in Aussicht gestellt. Fragen Sie uns gerne.

Bitte teilen Sie uns mit, wenn es zu Problemen kommen sollte.

Wir helfen gerne weiter. Außerdem ist es wichtig, dass alle relevanten Informationen bei uns ankommen und von uns gesammelt werden können. Nur so können wir sehen, wo nachgebessert werden muss und wo wir als Patientenvertretung aktiv werden müssen.

In den Hämophilie-Blätter sowie auf unserer Homepage werden wir weiter berichten.

Wir wünschen Ihnen allen eine möglichst reibungslose Umstellungsphase!

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gsavheminfo.de (Website der Firma Takeda) sowie unter www.meine-haemophilie.de (Website der Firma Pfizer).