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Ebola und die Sicherheitsvorkehrungen bei der Herstellung von Faktorkonzentraten


Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie haben uns mehrere Nachfragen erreicht, ob durch Faktorpräparate ein Risiko bestehe, sich mit dem Ebola-Virus zu infizieren. Der Verband der plasmaverarbeitenden Industrie (PPTA: Plasma Protein Therapeutics Association) hat hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin werden folgende Punkte aufgeführt:

  • Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Ebola-Virus überhaupt in einen Plasma-Pool gelangt, der zur Herstellung von Faktorpräparaten genutzt wird. Denn Menschen, die Symptome einer Virusinfektion (z.B. Fieber) aufweisen, werden nicht zur Spende zugelassen. Außerdem wird das Plasma nach der Spende 60 Tage lang zurückgehalten und kann vernichtet werden, wenn sich in dieser Zeit Hinweise auf eine Erkrankung des Spenders ergeben. Als längste Inkubationszeit für das Ebola-Virus werden 25 Tage angegeben.
  • Das Ebola-Virus ist ein umhülltes Virus. Daten aus der Vergangenheit zeigen, dass umhüllte Viren durch die gängigen Virusinaktivierungsverfahren effektiv inaktiviert werden.
  • Das Ebola-Virus hat einen Durchmesser von 80nm. Durch die im Herstellungsprozess übliche Filterung durch 35nm oder 20nm große Filter werden Partikel in der Größe des Ebola-Virus abgefangen.

Das vollständige Statement der PPTA finden Sie unter www.pptaglobal.org/28-news/ppta-news/922-ebola-virus-and-plasma-protein-therapies.