HCV-Arbeitsgruppe trifft sich mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin

in Sachen HCV-Entschädigung


Der HCV-Arbeitsgruppe der DHG ist es gelungen, mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin eine prominente und engagierte Unterstützerin für eine HCV-Entschädigungsregelung zu gewinnen. Bei dem Treffen, das am 10. Februar in Berlin stattgefunden hat, machte Frau Däubler-Gmelin aber deutlich, dass aus ihrer Sicht ein weiteres juristisches Vorgehen in Sachen HCV-Entschädigung wenig Aussicht auf Erfolg habe. Gründe hierfür seien die fehlende rechtliche Grundlage sowie die eingetretene Verjährung. Daher müsse der politische Weg konsequent beschritten werden, um eine Entschädigungsregelung für HCV-Infizierte analog zum HIV-Hilfegesetz zu fordern. Däubler-Gmelin will sich deswegen zunächst mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung treffen.

Dennoch, so die ehemalige Ministerin, sei der juristische Weg nicht gänzlich verbaut. Eine gewisse Chance bestünde dann, wenn es gelänge, einen „neuen“ Fall zu finden, das heißt eine Person, die erst nach dem Jahr 2000 von ihrer HCV-Infektion erfahren hat.

Daher der dringende Aufruf der HCV-Arbeitsgruppe an die DHG-Mitglieder: Bitte melden Sie sich bei der Geschäftsstelle oder nennen Sie uns Personen, auf die diese Definition zutreffen könnte.