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Entschädigungszahlungen durch Pharmafirmen

Medienberichte zu Vergleich in den USA


In den letzten Tagen ist in mehreren Zeitungen und Radiosendern von Entschädigungszahlungen an HIV-infizierte Hämophile durch Bayer und andere Pharmafirmen berichtet worden. Es handelt sich dabei um einen außergerichtlichen Vergleich, der bereits 2009 zwischen den Pharmakonzernen und einem Anwaltsteam aus den USA (LCHB), das durch verunreinigte Blutprodukte infizierte Hämophile aus unterschiedlichen Ländern in einer Sammelklage vertreten hatte, geschlossen worden war. Nachdem mehr als 90 Prozent der Kläger dem Vergleich zugestimmt hatten, wurden die Gelder Ende 2010 an die Betroffenen ausgezahlt.
Da die Kriterien für eine Klagezulassung sehr eng gefasst waren, kam damals nur für weniger als 100 Deutsche die Beteiligung an der Klage in Betracht. Diese wurden von Seiten der DHG beratend betreut. Bei den deutschen Klägern, die nun eine Entschädigung erhalten haben, handelt es sich bis auf einen Fall um Hepatitis-C-Infizierte.