Navigationsgeräte werden immer beliebter

und was Sie versicherungsmäßig darüber wissen sollten


Die Redaktion glaubt, dies interessiert auch Hämophile:

Diebstahl von Navigationsgeräten - welche Versicherung zahlt?

Navigationssysteme erleichtern das Leben - immer mehr Verbraucher schätzen diesen Service und sind bereit, viel Geld dafür auszugeben. Die Geräte sind aber auch bei Langfingern sehr beliebt. Welche Versicherung zahlt bei Diebstahl? Allianz Experten klären auf.

Ist ein eingebautes Navigationsgerät besser?

Das böse Erwachen kommt meist am nächsten Morgen: Die Seitenscheibe des Autos ist eingeschlagen, ein großes Loch klafft am Armaturenbrett - dort, wo vorher das Navigationsgerät seinen Platz hatte. Kaputtes Auto, verschwundenes Gerät, wer zahlt? "Die Teilkaskoversicherung deckt die Entwendung aller fest im Fahrzeug eingebauten oder am Fahrzeug angebauten Teile", erklärt Michael Wagner, Fachbereichsleiter der Abteilung Kraft-Schaden.

"Deshalb sind fest eingebaute Navigationssysteme in dieser Versicherung grundsätzlich eingeschlossen, bezahlt wird der Wiederbeschaffungswert. Auch die Reparaturkosten für die eingeschlagene Seitenscheibe und weitere Schäden, die mit dem Diebstahl zusammenhängen, wie zum Beispiel das beschädigte Armaturenbrett, werden von der Versicherung übernommen", so Wagner weiter.

Vorsicht bei teuren Geräten - reicht der Versicherungsschutz aus?

Wer sich ein besonders hochwertiges und teures Gerät ausgesucht hat, sollte unbedingt einen Blick in seine Versicherungsbedingungen werfen oder Rat beim Versicherungsfachmann holen. Denn häufig gibt es Höchstgrenzen. "Bei der Allianz sind fest eingebaute Navigationsgeräte bis zu einem Gesamtneuwert von 5000 Euro in der Teilkasko mitversichert", erklärt Experte Wagner.

Weiter gilt: "Sollte der Kunde jedoch ein höherwertiges Gerät im Fahrzeug eingebaut haben, kann dieses gegen einen geringen Beitragszuschlag, der dann nur für die über 5000 Euro liegende Summe bezahlt werden muss, eingeschlossen werden."

Mobile Navigationsgeräte nicht in Teilkasko versichert

Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden mobile Navigationsgeräte in Deutschland immer beliebter. Wird ein solches tragbares Gerät entwendet, ist das für den Verbraucher doppelt ärgerlich. Nicht nur den Verlust des Geräts hat er zu beklagen, er wird auch nicht den Wert von seiner Kfz-Versicherung ersetzt bekommen.

"Die Besitzer von mobilen Navigationsgeräten können nicht auf die Teilkaskoversicherung hoffen. Denn diese Geräte sind nicht fest im Fahrzeug eingebaut. Es hilft auch nicht, wenn das Gerät beim Verlassen des Fahrzeugs im Handschuhfach eingeschlossen wird", kommentiert Allianz Fachmann Wagner.

Hausratversicherung schafft Abhilfe

Glück im Unglück hat, wer eine Hausratversicherung mit dem Zusatzbaustein "Erweiterte Deckung für Diebstahl aus verschlossenen Kraftfahrzeugen" bei der Allianz abgeschlossen hat. Über diese Zusatzdeckung ist das gestohlene mobile Navigationsgerät grundsätzlich versichert.

Einschränkungen gelten dabei allerdings für nächtliche Diebstähle. Wegen der genauen Details sollte sich der Kunde mit dem Versicherungs-Vertreter vor Ort in Verbindung setzen. Wer über die genannte Zusatzdeckung nicht verfügt, dem rät Rolf-Peter Lupold, Abteilungsleiter Sach-Betrieb: "Nehmen Sie beim Verlassen des Fahrzeugs das mobile Navigationsgerät immer mit."

(aus "AutoScout24")