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Blut verbindet alle

Ausbildung und Beruf

Ähnlich wie bei der Auswahl einer geeigneten Sportart sollten auch bei der Berufswahl eines Hämophilen einige Berufe ausgeschlossen werden. Dies kann zum einen Tätigkeiten umfassen, die höchstwahrscheinlich zu körperlichen Einschränkungen führen (etwa Fliesenlegen) und durch Blutungen u.ä. verstärkt werden oder ein hohes Verletzungsrisiko beinhalten (z.B. Türsteher, Polsterer, Schreiner). Zum anderen ist eine Gerinnungsstörung auch bei einigen Berufen von vornherein ein Ausschlusskriterium (siehe Ausmusterung bei Bundeswehr, ggf. Tauchtauglichkeit, "Professional Pilot License").

Bei einem großen Teil der möglichen Berufe wird eine Gerinnungsstörung jedoch nicht oder nur bedingt – abhängig von der individuellen Gesundheitssituation und der konkreten Ausgestaltung der Stelle/Tätigkeiten – Auswirkungen auf die Berufsausübung haben.

Wichtig bei der Berufswahl sind die folgenden Punkte:

Es ist sicherlich hilfreich, mit jemanden Kontakt aufzunehmen, der eigene Erfahrungen weitergeben kann. Alle Ratsuchenden sind eingeladen, auf Facebook eine entsprechende Anfrage zu stellen. Vielleicht findet sich ja ein anderer Betroffener, der sich mit den gewünschten Berufen auskennt.

Eine gute Hilfe bei der ersten Orientierung kann die folgende Broschüre sein:

Der Weg in die Zukunft - Erfolgreicher Einstieg in das Berufsleben für Jugendliche mit Hämophilie“, herausgegeben von der Medizinischen Hochschule Hannover (C. Wermes, M. Rietz, 2010). Sie kann über die Geschäftsstelle der DHG bestellt werden.

Unter www.berufe-haemophilie.de findet sich eine Online-Plattform mit Infos zu vielen unterschiedlichen Berufen und Angaben zu deren Eignung für Hämophile (von der Firma Pfizer betriebene Seite; dazu ist eine entsprechende Broschüre erhältlich).

Nützliche Infos finden sich auch in der Broschüre „Inklusive Wege in Ausbildung?! Junge Menschen mit Behinderungen am Übergang Schule-Beruf“, die auf der Internetseite des Paritätischen Gesamtverbandes heruntergeladen werden kann.