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Therapie mit Gerinnungsfaktoren

Seit Ende der 60er Jahre gibt es Faktorenkonzentrate für die Behandlung von Hämophilen. Bei diesen Produkten handelt es sich um aus menschlichem Plasma gewonnene Gerinnungsfaktoren (Faktor VIII und Faktor IX). Seit den 90er Jahren stehen auch gentechnisch hergestellte (rekombinante) Gerinnungsfaktoren zur Verfügung. Sowohl Gerinnungsfaktoren aus menschlichem Plasma als auch rekombinante Gerinnungsfaktoren unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung.

Die Behandlung mit Faktoren hat den Vorteil, dass gezielt der Faktor ersetzt werden kann, der dem Betroffenen fehlt. Während Hämophilie-A-Patienten Faktor VIII und Hämophilie-B-Patienten Faktor IX substituiert wird, werden von Willebrand-Patienten mit Faktor VIII / von Willebrand-Faktor- haltigen Konzentraten behandelt.

Ziele der Hämophilie-Therapie in Deutschland sind die Verhütung und Behandlung der Blutungen, deren Komplikationen und Folgeschäden, die Erhaltung und/oder Wiederherstellung der Gelenkfunktionen sowie die Integration des Hämophilen in ein normales soziales Leben

(W. Schramm: "Hämostaseologie" 1994, S. 14, 81-83).

Übersicht über alle zugelassenen Gerinnungsfaktorpräparate in Deutschland

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