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Hinweise für Auslandsreisen

  1. Besprechen Sie die vorgesehene Reise mit Ihrem behandelnden Arzt (Hämophiliebehandler, evtl. auch Hausarzt / HIV-Behandler).
  2. Legen Sie (evtl. zusammen mit Ihrem Arzt) die mitzunehmende Menge an Faktorenkonzentraten fest (durchschnittlicher Verbrauch + ausreichende Reserve).
  3. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Schreiben mit Hinweisen zur Notfallbehandlung sowie eine Zollbescheinigung ausstellen (beide Schriftstücke in englischer Sprache und / oder in der Sprache Ihres Reiselandes).
  4. Führen Sie auf der Reise die Adressen der Hämophiliezentren in Ihrem Urlaubsland mit. Überprüfen Sie vor der Reise die Gültigkeit der Adressen und Telefonnummern.
  5. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Krankenkasse , welche Leistungen sie im Zielland übernimmt bzw. nicht übernimmt. Zusätzlich ist der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung zu empfehlen.
  6. Transportieren Sie bei Flugreisen Ihre Faktorenpräparate grundsätzlich im Handgepäck (zumindest die Menge für eine Woche).
  7. Achten Sie bei Reisen in tropische und subtropische Länder auf notwendige Impfungen. Denken Sie bei Transport und Lagerung der Faktorenpräparate auch immer an deren Wärmeempfindlichkeit und die evtl. notwendige Kühlung.
  8. Lassen Sie bei Reisen in Länder mit geringem medizinischen Versorgungsstandard – wenn medizinisch vertretbar – keine Therapie mit Faktorenkonzentraten landeseigener Produktion oder Kryopräzipitat durchführen, da eine verlässliche Virusinaktivierung nicht in jedem Fall gewährleistet ist.

Weiter Informationen und praktische Tipps finden Sie in unserer Broschüre „Hämophilie und Reisen“, die Sie kostenlos in unserer Geschäftsstelle bestellen können.

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Zollbescheinigungen

Auf Auslandsreisen sollten Sie eine von Ihrem Arzt unterschriebene und mit einem Stempel versehene Zollbescheinigung sowie mindestens einen Beipackzettel Ihres Faktorenkonzentrates mit sich führen. Vordrucke für Zollbescheinigungen können Sie hier herunterladen:

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Weltweite Suche nach Behandlungszentren / Hämophiliegesellschaften

Bevor Sie eine Reise antreten, sollten Sie sich die Adressen der Hämophiliezentren (und evtl. auch der nationalen Hämophiliegesellschaft als möglichen Ansprechpartner) in Ihrem Urlaubsland heraussuchen.

Die World Federation of Hemophilia (WFH) führt ein weltweites Verzeichnis von Hämophiliezentren und Hämophiliegesellschaften, in dem Sie nach Adressen in Ihrem Urlaubsland suchen können. Überprüfen Sie vor Reiseantritt diese Daten aber sicherheitshalber auf ihre Aktualität.

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Travel Card

Die Irische Hämophiliegesellschaft hat einen neuen Notfallausweis für Auslandsreisen entwickelt. Es können persönliche Daten sowie Informationen über die aktuelle Behandlung – etwa die individuelle Faktordosis bei bestimmten Arten von Blutungen – eingetragen werden. Zudem ist eine Auflistung von für den Notfall wichtigen Sätzen in fünf verschiedenen Sprachen beigefügt.

Die Travel Card kann über die DHG-Geschäftsstelle kostenfrei bezogen werden.

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Ansprechpartner für Hämophile in Australien

Oft stellt man sich Australien als den Kontinent mit den gefährlichsten Krokodilen sowie den giftigsten Schlangen und Spinnen vor. Eine einfache Regel gilt für alle gefährlichen Tiere in Australien – egal ob Spinne oder Krokodil –: je weiter der Abstand, desto geringer die Gefahr! Daher gelingt es 99,9% der Australier, auf diesem „gefährlichen” Kontinent zu überleben... Das gilt natürlich ebenso für Bluter.

Auch bei Reisen ins Innere von Australien kann der „Royal Flying Doctor Service“ innerhalb von zwei Stunden vor Ort Hilfe leisten. Im Land gibt es in allen Bundesstaaten Hämophiliezentren, die man auf der Internetseite der Hemophilia Foundation Australia finden kann.

Carsten Johow, in Australien lebender Hämophiler, beantwortet gerne Fragen, die bei der Planung einer Australienreise auftreten sollten. Sie erreichen ihn per E-Mail oder über WhatsApp (+61 438 426 947).