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Geschichte der Hämophilie

Seit dem Altertum ist die Hämophilie bekannt. Erste schriftliche Zeugnisse darüber finden sich aus dem 2. Jh. vor Christus im Talmud. Dort werden Jungen von der sonst zwingenden Beschneidung ausgenommen, wenn bereits zwei Brüder in derselben Familie nach einer Beschneidung gestorben sind.

Der arabische Arzt Albucasis (1013 – 1106 n. Ch.) beschreibt eine Familie, in der männliche Mitglieder der Familie nach eigentlich harmlosen Verletzungen gestorben sind.

Die erste moderne Beschreibung der Hämophilie stammt aus dem Jahr 1803 aus den USA.

Das Wort Hämophilie hat Hopff in Zürich 1828 im Titel seiner Dissertation zum ersten Mal benutzt: „Über die Hämophilie oder die erbliche Anlage zu tödlichen Blutungen“.

Manchmal wird die Hämophilie auch als die „Krankheit der Könige“ bezeichnet, da mehrere Mitglieder europäischer Königshäuser von der Hämophilie betroffen waren. Ausgehend von der englischen Königin Viktoria und zwei ihrer Töchter als Überträgerinnen (siehe auch „Die Vererbung der Hämophilie“) wurde die Krankheit in den Herrscherhäusern Europas verbreitet. Der bekannteste Fall ist sicher der Sohn des russischen Zaren Nicholas II, der Zarewitsch Alexej (geb. 1904). Es heißt, dass die Krankheit des Zarewitsch und die damit verbundenen Probleme die Ursache waren für den großen Einfluss, den der Wunderheiler Rasputin auf die Zarenfamilie hatte.

(Literatur dazu ist über unsere Geschäftsstelle erhältlich)

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