Geplante Änderung von §47 des Arzneimittelgesetzes (AMG)

Geplante Änderung von §47 des Arzneimittelgesetzes (AMG)

Beitragvon Gast arrow Do 6. Dez 2018, 00:53

Die IGH berichtet am 5.12.2018 über das Herangehen des BMG an §47 AMG:
https://www.igh.info/nachrichten/aktuel ... 22018.html

Die Planungen im BMG klingen bedrohlich. Die Ausnahme vom Apothekenvertriebsweg soll weitgehend zurückgenommen werden. Das darf nicht wahr sein. Welche Auswirkungen kann das für unsere Behandlung in Hömophiliezentren haben?

Was sagt die DHG dazu?

Re: Geplante Änderung von §47 des Arzneimittelgesetzes (AMG)

Beitragvon Gast arrow Do 6. Dez 2018, 13:47

Servus,

das sind keine Planungen mehr, sondern ein bereits laufendes Gesetzgebungsverfahren. Jens Spahn als Gesundheitsminister hat es initiert und damit hat die Änderung gute Chancen, schnell durch den Bundestag zu kommen. Die erste Anhörung dazu findet bereits am 17.12. statt.

Um was geht es dem BGM dabei?

Meiner Meinug nach soll dadurch 1. die HEIMSELBSTBEHANDLUNG stark erschwert und 2. die Kosten für die Kassen gedrückt werden. Wenn wir bei jeder Lieferung pro Pakung 10 € dazu zahlen müssen, dann ist das für viele von uns eine immense finanziele Mehrbelastung. Erst zum Jahresende können die Zuzahlungen einkommensabhängig mit der Krankenkasse verrechnet werden. Wer will sich dann noch 30-50 Einzeldosen Faktor zu Hause deponieren und bei jeder Lieferung 300-500€ zahlen? 3. Dadurch soll wahrscheinlich der Faktoren-Verbrauch bei Prophylaxe reduziert werden. 4. Die Apotheker verdienen endlich an den teueren Präparaten mit (3% des Apothekeneinkaufspreises bleibt dort hängen, pro Lieferung ein vierstelliger Betrag!). 5. Mittelfristig kann das zu einem Anstieg der Preise und einer Verteuerung unserer Behandlung führen.

Wir müssen dagegen schnell gemeinsame Maßnahmen in die Wege leiten!

mit freundlichen Grüßen

Re: Geplante Änderung von §47 des Arzneimittelgesetzes (AMG)

Beitragvon Gast arrow So 9. Dez 2018, 21:57

Hallo,

Danke für die Erläuterungen in den vorherigen Posts. Wir werden dem IGH Aufruf nachkommen und dem unserem Bundestagsabgeordneten eine entsprechende E-Mail schreiben, da es so nicht hinnehmbar ist.
Als DHG Mitglied würde mich aber dennoch interessieren was die DGH dazu sagt und welche Aktionen hierzu gestartet werden?

Grüße