HCV-Entschädigung

HCV-Entschädigung

Beitragvon Anonymous arrow Mo 16. Mär 2009, 18:03

Wally: Hallo!

In den Hämophilieblättern 3/2008 bin ich über einen Satz "gefallen". Es heißt dort auf S. 2 zum Thema HCV-Entschädigung: ..."Er fragte, ob wir damals wirklich die Gefahr einer reduzierten Faktorversorgung oder die hypothetische Gefahr einer Hemmkörperentwicklung durch inaktivierte Faktoren hätten eingehen wollen." Bedeutet das, dass es früher, also vor Inaktivierungsprozessen keine Hemmkörper gegeben hat? Ich dachte immer, dies habe lediglich mit einer etwaigen Unverträglichkeit des Fremdeiweißes zu tun und sei auch unabhängig von der Menge an Faktor.

HCV-Entschädigung

Beitragvon Anonymous arrow Do 26. Mär 2009, 22:03

Werner: Selbstverständlich hat es auch vorher schon Hemmkörper gegeben.
So gesehen ist die Argumentation des BMG eine Schutzbehauptung. Ehrlichkeitshalber muss gesagt werden, dass esbei den ersten Patienten welche die virusinaktiviertenProdukte erhielten zur Hemmkörperbildung gekommen war. Die kann jedoch bei jedem Faktor geschehen.

HCV-Entschädigung

Beitragvon Anonymous arrow Di 31. Mär 2009, 04:03

Wally: Hallo Werner!

Danke für die Antwort!
Dass die Virusinaktivierung für eine Hemmkörperbildung mit verantwortlich sein könnte, kann ich mir auch nur schlecht vorstellen. Aber irgendwie las sich der zitierte Satz so, als ob dem so sei.

Gruß Wally

HCV-Entschädigung

Beitragvon Anonymous arrow Mo 28. Sep 2009, 18:09

RedFox: Hallo,

ich bin 28 Jahre und habe mich im Grunde genommen noch nie so richtig mit meiner Krankheit befasst (Hämophilie A). Habe nur das gemacht was mein Arzt immer von mir verlangte, siehe die Präperate Regelmäßig genommen und auch die Listen geführt. Aller viertel Jahre zum Doc usw., bis jetzt ist alles super gelaufen. (hoffe es läuft weiter so) Nun aber zu meiner Frage. Meine Oma meinte Sie hätte mal was gehört das man irgendwelche Anträge stellen kann (siehe Invaliden-Rente, Endschädigungen usw.). Nun ist meine Frage was kann ich nun wirklich beantragen und vorallem wo?

Würde mich auf eine Antwort sehr freuen.

LG RedFox

Petition für die Fortführung der Entschädigungsrente

Beitragvon Gast arrow Mo 5. Sep 2016, 12:27

Liebe Mitglieder der DHG, liebe Betroffene, liebe Mitstreiter!

Im aktuellen Kampf um die Fortführung der Entschädigungsrente an durch Blutprodukte HIV-infizierte Bluterkranke haben mein Freund Michael Diederich (Betroffener mit HIV & HCV) & ich eine Petition gestartet, die nunmehr über 1000 Unterzeichner gefunden hat.

Wir bitten alle, uns in dieser wichtigen Angelegenheit zu unterstützen! Auf unserer Homepage

www.michaeldiederich.de

findet ihr den Link zur Online-Petition, Informationen, Kontaktmöglichkeiten & vieles weitere.

Auch dankbar wären wir für 5-10 Sätze / Aufforderungen / Aussagen der Betroffenen & Angehörigen. Nehmt einfach Kontakt zu uns auf.

Wir danken euch von Herzen,
Lynn Sziklai mit Michael Diederich

Re: HCV-Entschädigung

Beitragvon Gast arrow Di 18. Apr 2017, 13:06

Lieber DHG-Forum-Leser,

Das es in den letzten Monaten so viel politische Bewegung für ein HIV-Hilfsfondgesetz gegeben hat, hat sicher verschieden Säulen:
- Die DHG, die hartnäckig an Politikern dran geblieben ist!
- Ute Braun + Herr Schmidtbauer, für Verhandlungen und Beratung!
Aber erst
- mit dem persönlichen Einsatz von Betroffenen kam richtig Dynamik ins Spiel!!! Großen Dank an Michael + Lynn (mit Engagement und Power) bekam das Anliegen einer Petition auch Gesichter. Und es ist ganz sicher kein Zufall, dass mit der Ankündigung von Protestmarsch plötzlich die Politik reagiert. Sicher auch stark beeinflusst durch den Bundes-Wahlkampf. Dieser Erfolg der Wirklichkeit werden dürfte (!?), war vor 8 Wochen nicht für möglich gehalten worden. Der Dank schließt die vielen Mitstreiter ein: Jürgen, Andreas, Thomas, Annette, Dörte und … und … und.
Für mich zeigt das Ergebnis abermals, nur durch Druck gibt es Veränderungen! Dafür bin ich in der Vergangenheit immer eingetreten. Innerhalb der DHG fand das überhaupt keine Resonanz. Das kann man beklagen, oder nicht, so ist Demokratie eben. Aber umso mehr ist das Engagement von Lynn und Michael für ihr Interesse zu loben, genau da aktiv zu werden. Sie zeigten keine Angst in die Öffentlichkeit zu treten und fanden etliche Mitstreiter. Darüber dürfen sich die Hinterbliebenen des HIV-Blutskandals jetzt freuen, vielleicht reicht es auch zu einer kleinen Spende für den Verband der Opfer des Blutskandals (VOB e.V.)!
Mein Appell an DHG-Verantwortliche, Betroffene und Forumsschreiber, nicht gegeneinander, sondern nur miteinander wird es Veränderungen geben! Das nächste Projekt heißt HCV-Entschädigung, auch wenn bis dahin die Bundestagswahl vorbei sein wird! Dafür wünsche ich für uns alle, konstruktive Zusammenarbeit, Aufhebung der Bockadepolitik des engeren DHG-Vorstandes, Gesprächsbereitschaft untereinander und auch von den Forumsschreibern keine schriftliche Frustbewältigung. Die teilweise schon gegenseitigen Beleidigungen (im DHG-Forum) führen zu keiner Lösung!
Die Verantwortlichen sollten auch mit „ungeliebten Personen“ in Kontakt bleiben, die wenigen aktiven Mitstreiter nicht übergehen, nur so kann das wenige fachliche Potential in unserer kleinen Patientenorganisation genutzt werden! Der persönliche Einsatz wird auch hier wieder entscheidend sein! Für die DHG sollte dies heißen: Eine Delegierung der Aktivitäten an Angestellte und Ärztlicher Beirat wird nicht ausreichen. Und jeden Arbeitskreis einem engeren Vorstandsmitglied voran zu stellen gleich gar nicht. Nicht umsonst kritisiert Prof. Andreas Tiede (Hannover) die fehlende Machtpräsenz der Patientenorganisationen. Wir brauchen nicht immer neue Patientenorganisation für Blut-Gerinnungsstörungen. Wir benötigen eine schlagkräftige DHG (die allein würde ausreichen, alles andere sind nur Spielwiesen der Funktionäre).

„Bleibt mutig und bleibt stark, all eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.“
1.Kor.16,13)
Und bleibt „sauber“ auch in den sozialen Netzwerken!

Herzliche Grüße
Siegmund Wunderlich
(DHG-Vorstandsmitglied,
dem z.Z. aus priv. Gründen auch zu wenig Zeit für DHG-Vorstandsarbeit bleibt)