Humanitäre Hilfe - Seite 45

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 17. Apr 2017, 12:25

guten tag,

Wenn man sich den geänderten Gesetzes text anschaut was weg kommt und was dazu kommt sollte sich eigentlich nichts ändern was
Einkommen bezieht alles beim alten würde ich meinen.

Mit der Lebensbescheinigung ist eine sehr gute frage die müsste ja dann wegfallen es war ja dafür gedacht ob man noch lebt ohne unterschrift und stempel gabs keine Leistung von der Stiftung.

Name der Stiftung könnte man ändern denke aber nicht das es dazu kommt da ja weiterhin geld einfließen wird vom Bund.

Man sollte im neuen Gesetzes Text nichts positives durch streichen sondern eher positives hinein tun,was dem auch so ist Lebensende + Dynamisierung


Guten montag euch allen




Gast hat geschrieben:Hallo

Weshalb soll es da nicht mehr stehen können?
Dort kann doch stehen das die Leistungsberechtigten ab 01.01.2019 Summe X erhalten und diese jährlich mit der Rente steigen wird.

Nun wo die Zahlungen dynamisiert werden sollen wird aus der humanitären Hilfe eine Rente?

Wird man dann weiterhin Lebensbescheinigungen einreichen müssen?

Werden die Leistungen dann als Einkommen hinzu gerechnet oder bleibt alles beim Alten?

Schönen Montag euch allen

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 18. Apr 2017, 13:02

Lieber DHG-Forum-Leser,

Das es in den letzten Monaten so viel politische Bewegung für ein HIV-Hilfsfondgesetz gegeben hat, hat sicher verschieden Säulen:
- Die DHG, die hartnäckig an Politikern dran geblieben ist!
- Ute Braun + Herr Schmidtbauer, für Verhandlungen und Beratung!
Aber erst
- mit dem persönlichen Einsatz von Betroffenen kam richtig Dynamik ins Spiel!!! Großen Dank an Michael + Lynn (mit Engagement und Power) bekam das Anliegen einer Petition auch Gesichter. Und es ist ganz sicher kein Zufall, dass mit der Ankündigung von Protestmarsch plötzlich die Politik reagiert. Sicher auch stark beeinflusst durch den Bundes-Wahlkampf. Dieser Erfolg der Wirklichkeit werden dürfte (!?), war vor 8 Wochen nicht für möglich gehalten worden. Der Dank schließt die vielen Mitstreiter ein: Jürgen, Andreas, Thomas, Annette, Dörte und … und … und.
Für mich zeigt das Ergebnis abermals, nur durch Druck gibt es Veränderungen! Dafür bin ich in der Vergangenheit immer eingetreten. Innerhalb der DHG fand das überhaupt keine Resonanz. Das kann man beklagen, oder nicht, so ist Demokratie eben. Aber umso mehr ist das Engagement von Lynn und Michael für ihr Interesse zu loben, genau da aktiv zu werden. Sie zeigten keine Angst in die Öffentlichkeit zu treten und fanden etliche Mitstreiter. Darüber dürfen sich die Hinterbliebenen des HIV-Blutskandals jetzt freuen, vielleicht reicht es auch zu einer kleinen Spende für den Verband der Opfer des Blutskandals (VOB e.V.)!
Mein Appell an DHG-Verantwortliche, Betroffene und Forumsschreiber, nicht gegeneinander, sondern nur miteinander wird es Veränderungen geben! Das nächste Projekt heißt HCV-Entschädigung, auch wenn bis dahin die Bundestagswahl vorbei sein wird! Dafür wünsche ich für uns alle, konstruktive Zusammenarbeit, Aufhebung der Bockadepolitik des engeren DHG-Vorstandes, Gesprächsbereitschaft untereinander und auch von den Forumsschreibern keine schriftliche Frustbewältigung. Die teilweise schon gegenseitigen Beleidigungen (im DHG-Forum) führen zu keiner Lösung!
Die Verantwortlichen sollten auch mit „ungeliebten Personen“ in Kontakt bleiben, die wenigen aktiven Mitstreiter nicht übergehen, nur so kann das wenige fachliche Potential in unserer kleinen Patientenorganisation genutzt werden! Der persönliche Einsatz wird auch hier wieder entscheidend sein! Für die DHG sollte dies heißen: Eine Delegierung der Aktivitäten an Angestellte und Ärztlicher Beirat wird nicht ausreichen. Und jeden Arbeitskreis einem engeren Vorstandsmitglied voran zu stellen gleich gar nicht. Nicht umsonst kritisiert Prof. Andreas Tiede (Hannover) die fehlende Machtpräsenz der Patientenorganisationen. Wir brauchen nicht immer neue Patientenorganisation für Blut-Gerinnungsstörungen. Wir benötigen eine schlagkräftige DHG (die allein würde ausreichen, alles andere sind nur Spielwiesen der Funktionäre).

„Bleibt mutig und bleibt stark, all eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.“
1.Kor.16,13)
Und bleibt „sauber“ auch in den sozialen Netzwerken!

Herzliche Grüße
Siegmund Wunderlich
(DHG-Vorstandsmitglied,
dem z.Z. aus priv. Gründen auch zu wenig Zeit für DHG-Vorstandsarbeit bleibt)

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 19. Apr 2017, 20:36

Lieber Siegmund!

Vielen Dank für Deine offenen und wertschätzenden Worte. Ich stehe da völlig hinter Dir. Auch ich möchte Michael als Pionier und Lynn mit ihrer Hartnäckigkeit einen großen Dank aussprechen, aber es gibt noch viele mehr. Leider kann ich hier nicht alle Namen nennen, aber wir wären ohne Heiko, Elmar, Robert, Uwe, Olaf und etlichen mehr nicht dahin gekommen wo wir jetzt stehen. Ihnen allen gilt auch ein riesiger Dank für ihren Mut und die aufgebrachte Energie. Auch von der Seite der Politiker wurde Respekt und Dank für unseren Mut geäußert.

Innerhalb der DHG sollten wir jetzt gründlich reflektieren, was den jetztigen Fortschritt, den wir in den letzten Jahren nie so weit verwirklichen konnten, möglich gemacht hat. Du hast dazu einiges geschrieben, und sicher ist der Druck ein wichtiger Faktor gewesen. Aber ich halte auch das sich Zeigen von uns Betroffenen für eines der wichtigsten Elemente dabei.

Wir sollten den Schluss daraus ziehen, dass wir in der Zukunft als Betroffene unsere Stimmen mehr und mehr erheben und unsere eigenen Geschichten erzählen. Wir müssen jetzt weiter selbst eintreten für eine, unserem durchgemachten Leid angemessene Entschädigungsregelung. Soweit, bis wir in eine den Contergan-Betroffenen ähnliche Position kommen. Das darf nicht die letzte Änderung des HIVHG bleiben!
Es ist wichtig, dass es demnächst unsere eigene Vertretung für die Opfer des Bluterskandals gibt, aber hier wollen wir nicht uns vertreten sondern gemeinsam unsere Anliegen gegenüber der Politik! Wir wollen weiter innerhalb und an der Seite der DHG stehen und uns, hier wie dort, gemeinsam für weitere Ziele einsetzen.

Ich wünsche uns allen viel Erfolg dabei
Liebe Grüße


Jürgen Möller-Nehring
Vorstand DHG
Vorsitzender VOB e.V. in Gründung
jmn@planet.ms

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 20. Apr 2017, 11:49

Hallo


hat jemand von euch mit dem bescheid von der Stiftung Humanitäre Hilfe einen kredit beantragt? wenn ja als was wird man bezeichnet Rentner oder was?

Da ich ein Kredit brauche würde ich mich auf antworten freuen.

danke im voraus

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 20. Apr 2017, 12:17

Hallo!
Ich war ganz offen,denn lügen bringt nichts. Sehen ja das das Geld nicht vom Amt oder Rentenversicherung kommt! Ich steh als erwerbsunfähig drin und bekomme das Geld zusätzlich! Bis vor einem Jahr war das auch kein Problem, bis es unsicher war wie lang das Geld bezahlt wird. Ab Juni, wenn das Gesetz durch ist,dürfte es wieder leichter sein! Frag aber mal bei der Stiftung nach,ob du über die KfW Bank einen Kredit nehmen kannst! Sie sind ja informiert und auf dem neuesten Stand, vorallem wissen Sie wie schwer es ist!Viel Glück!
VG Michael

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 20. Apr 2017, 12:36

Hallo

Ich denke nicht das dies möglich ist, da das Geld aus der Stiftung nicht als Einkommen zählt.

§ 17 Steuerfreiheit, Anrechnung auf andere Leistungen

(1) Die Leistungen der Stiftung werden nicht auf andere Leistungen aus öffentlichen Mitteln angerechnet und auch nicht bei der gesetzlich vorgesehenen Ermittlung von Einkommen und Vermögen berücksichtigt.


Wenn es eine Rente wäre wäre es sicherlich etwas anderes.

Des weiteren steht im Bescheid ja warum man die Leistung erhält und damit zu Bank halte ich für mutig.
Eventuell könnte man das ja irgendwie ändern damit eine Kreditaufnahme für dich möglich wird.

LG

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 20. Apr 2017, 16:08

Hallo,
bei mir hat es einige male geklappt! Einmal war es die Sparkasse und dann die Santander Bank! Es hat gereicht,wenn ich das schreiben der Stiftung gezeigt habe und bis letztes Jahr war es auch kein Problem. Darum wird das erst wieder funktionieren, wenn die lebenslange Zahlung durch den Bundestag gegangen ist und es fest geschrieben ist. Bisher konnte ich mit meinen Sachbearbeiter immer offen und gut reden. Im Gegenteil Sie haben mir immer versucht zu helfen. Vorallem die Santander Bank! Doch das muss jeder selber entscheiden aber lügen ist schwierig, da man ja sieht woher es kommt. Daher würde ich bei der Stiftung anrufen und Fragen ob es über die KFW Bank geht! Die vergeben auch Kredite und die Stiftung ist bei der KfW Bank! Vielleicht können die auch andere Ideen!
VG Michael

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 20. Apr 2017, 16:39

Hallo

Nein lügen soll niemand , davon war auch nie die Rede.

Aber es müsste doch einem Leistungsempfänger in Zukunft irgendwie möglich sein einen Kredit zu bekommen ohne sich dabei outen zu müssen.

Vielleicht mit einer Bescheinigung der KfW Bank über Höhe und Dauer des
Leistungsbezuges aber eben nicht wofür.


Natürlich alles unter Berücksichtigung das die geplanten Änderungen so durch gehen.


VG

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 21. Apr 2017, 09:10

Hallo
von der Stiftung gibt es auf Anfrage folgende Bescheinigung:
"Wir bestätigen, dass Sie monatliche Leistungen in Höhe von 1533,88 EUR aus öffentlichen Mitteln erhalten, die von der KfW Bankengruppe ausgezahlt werden"

Bisher gab es nie Nachfragen.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 21. Apr 2017, 16:41

Hallo

Im Briefkopf der Stiftung tauchen dann doch auch die Buchstaben HIV auf.

Gibt es keine Möglichkeit solch ein Schreiben direkt von der auszahlenden Bank zu erhalten?

Liebe Grüsse