Humanitäre Hilfe - Seite 36

Antwort aus dem Kanzleramt (Eingang 20.1.2017)

Beitragvon Gast arrow Di 24. Jan 2017, 01:23

Liebe MitstreiterInnen !

Schon das HR-Fernsehteam konnte in seinem Beitrag am 21.1.2017 über die Unterschriftenaktion von blutskandal.de (vormals michaeldiederich.de) zur HuHi-Stiftung feststellen:

"Bund, Länder, Rotes Kreuz und Pharmaindustrie sind an der Stiftung beteiligt und teilen mit, dass sie für die nächsten 10 Jahre weiterbestehen soll. Verhandelt wird im Moment vor allem über den freiwilligen Anteil der damals verantwortlichen Pharmaunternehmen. Die wurden juristisch nie belangt und nie zur Zahlung verpflichtet."

Jetzt konnte die DHG-Spitze mit einem Geheimgesandten zum Kanzleramt in der Antwort herausfinden, dass sich Unternehmen aus der pharmazeutische Industrie an der Finanzierung für 2018 beteiligen würden und Gespräche kontinuierlich fortgeführt würden, um insbesondere eine weitere finanzielle Beteiligung in den Folgejahren zu erreichen.

Die Antwort zur Geheimaktion der DHG bleibt hinter dem öffentlichen Wissensstand zurück und zitiert altbekannte Positionen aus dem BMG. Sie enthält für uns Betroffene einen bitteren Beigeschmack. Hier wird vom wiederholten Bedauern der Bundesregierung gesprochen. In 1995 bat die Bundesregierung noch um Verzeihung. Die Antwort des Kanzleramtes zeigt, dass man dort keine Recherche zum aktuellen Stand durchgeführt hat.

Jetzt taucht auch die DHG-Seite mit den Teilinformationen zum Geheimbrief wieder auf.

Nach der Erfolglosigkeit der Geheimaktion bin ich auf die zweite Stufe der DHG-Aktionen und eine mögliche Einbindung der HuHi-Ag neugierig.

Wird man dann in der Lage sein die Forderung für den Inflationsausgleich korrekt anzugeben?
Die Inflation zwischen 1995 und 2016 liegt bei über 34% und nicht bei 26 %. Der Preisindex lag im Juli 1995 bei 80,7 (HIVHG vom 24. Juli 1995) und im Dezember 2016 bei 108,8. 108,8/80,7 = 1,3482... Also gab es eine Inflation von über 34% (Siehe Statistisches Bundesamt).

LG
joe

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 24. Jan 2017, 15:51

Hallo Jo,soweit ich mich erinnere wurde bereits in Fulda mitgeteilt, dass die Stiftung für zumindest 10 Jahre weiter laufen wird und Bund bzw. BMG versuchen Industrie und Rotes Kreuz weiterhin zur Zahlung zu bewegen.Es geht darum die lebenslange Laufzeit und einen Teuerungsausgleich zu erzielen.
Die Aussage eines TV Senders als den Stand des Wissens darzustellen halte ich für unsinnig. Dieser gibt doch nur das wieder mit dem er vorher gefüttert worden ist oder glaubst du ,dass für diesen Beitrag investigativer Journalismus betrieben wurde?
Falls dir eine Zusicherung der Industrie und des RK bekannt sind zumindest 10 Jahre lang zu zahlen,dann stelle diese doch in das Netz.
Das Hickhack um die Höhe eines Inflationsausgleiches halte ich für wenig produktiv ,eher für kontraproduktiv, solange dieser Punkt vehement vom BMG abgelehnt wird. Hier wird unnötige Energie verschwendet.
MfG A


Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 24. Jan 2017, 20:43

Hallo


Sie kann den Teilnehmern die gute Nachricht aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) weitergeben: „Die Stiftung läuft weiter!“ Frau Dr. Braun kann sich dabei auf die Aussage aus der Leitungsebene des BMG berufen.

Schön und gut sie läuft weiter. aber wie lange?
Das sie definitiv noch mind. 10 Jahre weiter läuft konnte ich im Netz leider nirgends lesen.

https://www.bundestag.de/mediathek?vide ... =mediathek

ab 06:06 wird gesagt das die Stiftung bis ins Jahr 2018 gesichert ist.

Warum kann man nun nicht nach den bisherigen Verhandlungen wenigstens diese Meldung raushauen : Stiftung auf jeden Fall noch mind. 10 Jahre gesichert und dann weiter verhandeln damit die Betroffenen wenigstens etwas mehr Sicherheit haben.

Die Antwort aus dem Kanzlermat sieht für mich aus wie kopiert und ab damit.

Schönen Abend

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 25. Jan 2017, 16:58

Hallo zusammen!
Ich frage mich warum es immer jemanden gibt der alles negativ macht! Klar ist jeder erstmal dagegen. Meint Ihr wirklich, dass Politiker und die Pharmaindustrie freiwillig etwas für uns macht. Da macht es keinen Unterschied ob sie noch 10 Jahre oder 10 Monate zahlen wollen,wichtig ist für uns nur eines und das soll dauerhaft sein,so lange wir leben! Klar sagen Sie das es nicht möglich ist,auch mit dem Inflationsausgleich oder das der Fonds überhaupt weiterläuft, darum ist es ja so wichtig das zu ändern. Bei den Contergangeschädigten ging es auch nicht von heut auf morgen aber Sie haben gekämpft und nicht aufgeben. Vorallem konnten sie sich nicht verstecken, so wie wir. Das war für ihren Kampf ein Vorteil. Gewerkschaften gehen auch auf die Straße, wenn Sie mehr Geld oder eine bessere Rente haben wollen. Denn die Firmen geben nicht freiwillig mehr Geld. Ich kenne noch das Ehepaar DAngelo und wie wir eine Petition beim Bundestagspräsidenten abgegeben haben. Auch durch das wurde der Fonds damals 2004 verlängert und die zwei haben ihre ganze Kraft und Leben eingesetzt! Jetzt müssen wir nur weitermachen und nicht aufgeben, denn was wir in den letzten Monaten erreicht haben, ist schon wirklich gut und es gibt jeden Tag mehr Untestützer,auch politisch. Die Medien sind auch sehr interessiert, wir müssen nur dran bleiben und uns breit aufstellen. Darum ist es so wichtig, dass wir alle gemeinsam für unsere Sache kämpfen und das kann man auch anonym machen. Es gibt so viele Möglichkeiten etwas für unsere Sache zu machen, man muss es nur machen! Wir können da ja auch helfen, falls einem nichts einfällt. Das wichtigste ist nur, dass wir uns nicht wegen Kleinigkeiten aufhalten und uns um belanglose Streitereien aufhalten, wer was sagt oder schreibt. Wir können uns am Ende drüber streiten wie hoch die Inflation sein wird,was am Ende eh die Regierung ausrechnen lässt.Jetzt gilt das unsere Forderungen durchgesetzt werden und durch viele Gespräche mit Politikern und mit dem Anwalt haben wir auch Chancen unsere Ziele zu erreichen. Wir machen das ja nicht umsonst,wenn wir denken, dass bringt nichts!Keiner von den Managern oder Politiker will, dass unsere Sache öffentlich wird,keiner will schlechte Presse,darum werden die bestimmt schneller eine Regelung finden, wenn wir mehr in die Öffentlichkeit gehen. Schaut einfach mal bei uns rein oder meldet euch bei uns. Wir haben einiges vor dieses Jahr und kommen so immer einen Schritt weiter!
Wünsche euch allen alles gute und Gesundheit,vorallem viel Kraft, dass wir alles durchstehen um weiter in unserem Kampf erfolgreich zu bleiben!

LG Michael Diederich

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 30. Jan 2017, 14:59

Gast hat geschrieben: und durch viele Gespräche mit Politikern und mit dem Anwalt haben wir auch Chancen unsere Ziele zu erreichen.


gibt es in dieser Hinsicht etwas Neues? vom Anwalt,
von den Politikern?


Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 1. Feb 2017, 14:13

Wir sollten vielleicht noch einen Brief an den Kanzlerkandidaten Schulz SPD schreiben der ja so für soziale Gerechtigkeit ist.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow So 5. Feb 2017, 09:14

Gast hat geschrieben:Liebe Mitstreiter/Innen!

Zu der Frage zum Gespräch mit Dr. Tolmein: Das Protokoll gibt es inzwischen und es kommt als Zusammenfassung auch demnächst hier rein, aber wir warten immer noch auf eine Einschätzung, die er für uns nach dem ersten Gespräch erstellen wollte.


Ich wollte mal nachfragen, ob sich in dieser Sache was Neues ergeben hat?

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 9. Feb 2017, 07:18

So wie es aussieht, werden hier wohl keine Fragen mehr beantwortet, weder von der DHG, noch von anderer Seite. Naja, das war es dann wohl.
Tschüß