Humanitäre Hilfe - Seite 31

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 25. Nov 2016, 00:22

Liebe MitstreiterInnen,

zur Frage, die noch vor Jürgen's Beitrag gestellt wurde: Ja, es hat sich etwas ergeben. Wir haben einen Termin bei Herrn Dr. Tolmein, der am Montag wohl auch bei der Anhörung zur Novellierung des Contergan-Hilfegesetzes als Sachverständiger anwesend sein wird. Heute sprach ich mit der Kanzlei & wenn mit dem Infostand in Hamburg alles klappt, kann ich dem Terminvorschlag der Kanzlei auch endgültig zustimmen. Wir werden das "Hamburg-Wochenende" allerdings eine Woche nach hinten verlegen müssen, also alles nach dem 03. & 04. Dezember. Wir sind sehr froh, dass Herr Tolmein bereit ist, uns zu empfangen & zu unterstützen, wobei wir genau diese Optionen ja im persönlichen Gespräch abklären wollen. Ich werde natürlich berichten, sobald wir dort waren :)

Zur Rede von Bärbel Bas möchte ich anmerken, dass ich beeindruckt davon bin, wie schnell Sätze aus Briefen direkt in einer Plenarsitzung landen. Der zitierte Satz stammte aus dem Brief, den ich stellvertretend für Michael ganz zu Anfang der Kampagne an den Petitionsausschuss & weitere politische Personen schickte. Da sieht man mal, wem aus der Politik die Thematik WIRKLICH wichtig ist. Man merkt ja deutlich, dass Frau Bas damit rechnet, dass NIEMAND damit rechnet, dass sie nun mit dem Thema der Entschädigung ansetzt. Frau Bas ist, so denke ich, eine gute & wichtige Adresse um poilitisch voranzukommen. Sie hat einem unserer Mitstreiter stets persönlich & mit viel Verständnis geantwortet. Generell ist sie sehr "offen" für die Problematik. Es genügt ja, wenn man wenigstens bei einem in der Partei den Keim setzen kann. Es ist unsere Aufgabe, die weitere Pflege für die gesetzten Keime zu übernehmen, damit sie Wurzel schlagen.

Weiter so & vielen Dank an alle!
Viele Grüße,
Lynn

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 25. Nov 2016, 00:50

Nachtrag:

Ich glaube, hier könnte es zu Verwirrung kommen, da ich mich nicht auf das Video beziehe, in dem Frau Bas ab 5:38 über die Stiftung spricht. Ich meine dieses Video vom September:

https://www.bundestag.de/mediathek?vide ... =mediathek

Viele Grüße,
Lynn

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 30. Nov 2016, 15:06

Hallo an alle!

Als Michael & ich vor gut einem Monat in der AH Ulm waren um über die Hilfe der AHs Deutschland & der der DAH generell zu sprechen, wendete ich mich an den Vorstand dieser. Michael hat zudem die Geschäftsführerin Frau Klumb in Berlin bei einem Seminar kennengelernt & sie nochmals auf die Blutskandal-Kamapgne angesprochen. Die DAH hat uns Unterstützung zugesagt & hier möchte ich euch den ersten Schritt in diese Richtung präsentieren - eine Pressmitteilung & einen offenen Brief an die Pharmakonzerne, der, meiner Meinung nach, sehr gelungen ist:

https://www.aidshilfe.de/meldung/deutsc ... ke-sichern

Ich möchte betonen, dass sich hier eine Organisation freiwillig & ohne Wenn & Aber für unser Anliegen einsetzt. Die Ulmer Aidshilfe hat uns dazu noch sofort 500,00€ für die Kampagne gespendet, versorgt uns mit Stand-Equipment & Auto & verwaltet unser Spendenkonto. Eine Organisation, die nichts mit Hämophilen zu tun hat & bisher politisch relativ wenig mit dem Thema zu tun hatte. Die Kampagne läuft seit Ende August, der Brief ist nun raus, ohne ewiges Hin & Her. Die DHG kann sich hieran ein Beispiel nehmen. Bisher hat sich noch KEINER der Vorstandsmitglieder (eng wie erweitert) mit mir bezüglich der Kampagne in Verbindung gesetzt, was Michael & ich sehr bedauern.

Ich möchte das Beispiel der DAH daher exemplarisch dafür verwenden, dass unser Anliegen auch das von "Fremden" ist & sein kann. Über den in Fulda entstandenen E-Mail-Verteiler habe ich gestern bereits über die geplanten Aktionen der Blutskandal-Kampagne informiert. Wer nicht in diesem Verteiler steht, kann gerne von mir hinzugefügt werden oder die Geschehnisse auf www.michaeldiederich.de einsehen.


Die Fraktion Die Linke hat heute ebenfalls eine Pressemitteilung herausgegeben:

https://www.linksfraktion.de/presse/pre ... rt-werden/

Wir freuen uns nach wie vor, neue Betroffene & MistreiterInnen kennenzulernen & gemeinsam mit euch zu kämpfen. Für den 12.12. habe ich bei Anwalt Dr. Oliver Tolmein (Contergan-Entschädigung) einen Termin vereinbart. Am 10. findet unsere Stand-Aktion in Hamburg Harburg statt. Wir freuen uns über eure Hilfe!

Viele Grüße,
Lynn

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 2. Dez 2016, 02:13

Betrift Antwortschreiben von Bundesgesundheitsminister Gröhe.
Wir sollten unser vorgehen jetzt genau überlegen, denn bis jetzt müssen wir die Zahlungen aus dem HIV-Hilfegesetz bei Anträgen nicht angeben.Wie ich aus dem Schreiben entnehme würde sich das bei einer Rentenzahlung ändern. Das heißt für diejenigen die Harz 4 oder Sozialhilfe beziehen das diese Leistungen dann bestimmt gestrichen werden und somit haben wir dann weniger als vorher. Deswegen bin ich der Meinung lieber keine Erhöhung und weiter Sozialleistungen in Anspruch nehmen.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 2. Dez 2016, 08:46

Dem Argument kann ich mich zwar anschließen, jedoch spricht nichts dagegen, genau jetzt zumindest die Kaufkraftverluste aus den vergangenen Jahren einmalig durch eine Erhöhung der Zahlungen auszugleichen. Wobei ich nicht verstehen kann, weshalb eine Dynamisierung der Zahlung zwingend dazu führen sollte, dass es zur Rente mutiert. Die Politik hat doch alle Mittel und Wege zur Verfügung, um die Zahlungen trotz Dynamik nicht anrechenbar zu belassen.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 2. Dez 2016, 09:58

Hallo,

soweit ich mich erinnern kann, wurde das genau so den Conterganopfern auch vorgetragen, dass ja alles steuerfrei ist und dass das bei einer Dynamisierung nicht mehr der Fall sei.

Hätten sie sich auf die Politiker eingelassen, hätten sie heute keine Dynamisierung, keine bis zu 6-fache Erhöhung ihrer Rente, keine Sonderleistungen und keinen Topf von 30 Millionen € im Jahr
für spezifische Bedarfe und obwohl es eine Rente ist, ist alles steuerfrei!! Also es geht doch.

Was ich damit sagen will, Gesetze können geändert werden und dass es an der Zeit ist, das HIVHG zu unseren Gunsten zu ändern.
Ich hoffe, dass uns hier Herr Tolmein weiterhelfen kann.

Ich finde es auch immer wieder unglaublich wie Politiker von sozialen und humanitären Leistungen sprechen, aber ihr schuldhaftes Verhalten beim Blutskandal unter den Tisch kehren. Auch, dass sie über tausend Menschen auf dem Gewissen haben, ist nicht wert, erwähnt zu werden.

Und dann noch von einer Herzensangelegenheit zu sprechen, da verschlägt es mir die Sprache.

Das merkt man vor allen Dingen daran, dass es hier um eine tragfähige Lösung geht und nicht um eine menschenwürdige, für die Betroffenen erleichternde Lösung .

Auch sieht man es daran, dass die Studie, die über die Betroffenen gemacht wurde, von der PRognos AG durchgeführt wurde, die auch Studien über Wärmedämmung etc. macht.
Bei den Conterganopfern hat man sich da schon mehr Mühe gegeben. Die Studie wurde von der Uniklinik Heidelberg durchgeführt, die es wohl eher mit kranken Menschen zu tun hat. Auch wurden hier Gesprächskreise angeboten, direkte Gespräche mit Betroffenen geführt. Da sieht man wie sehr wir den Politikern am Herz liegen.

Liebe Grüße

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 3. Dez 2016, 10:09

Schönen guten Morgen

In einer Antwort vom Bundestag(MdB CDU)auf meine E-Mails an alle Abgeordnete, kam im mit Anhang ein Schreiben der CDU/CSU Fraktion (2013) mit zurück. Dies Schreiben ist eine Antwort auf die Fragen des Netzwerks Robin Blood.
Zitat daraus:
HIV-Hilfegesetz
1. Teilen Sie die Auffassung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages in seiner Beschlussempfehlung zur Petition (Pet 2-14-15-212-024937), dass die Leistungsfähigkeit der Stiftung Humanitäre Hilfe auf unbegrenzte Zeit sicherzustellen ist?
Antwort
Die Union wird sich dafür einsetzen, dass die Stiftung mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet sein wird
. Bislang haben alle Stifter sich immer mit ihrem entsprechenden Anteil an den Zustiftungen beteiligt. Es sollte angestrebt werden, dass auch weiterhin alle Stifter sich daran beteiligen.


Die vom Gerontologischen Institut der Universität Heidelberg durchgeführte Studie „Wiederholt durchzuführende Befragungen zu Problemen, speziellen Bedarfen und Versorgungsdefiziten von contergangeschädigten Menschen“ ergab einen erheblichen Mehrbedarf der Geschädigten. Wie sollte ein eventueller Mehrbedarf der Begünstigten des HIV-Hilfegesetzes finanziert werden?
Antwort
Wir sehen in der Umsetzung des Conterganstiftungsgesetzes einen wichtigen Schritt zur Unterstützung der Betroffenen. Wenn Ergebnisse zum Leistungsbedarf auch bei Leistungsbeziehern des HIV-Hilfegesetzes vorliegen, werden wir diese prüfen. Im Fall der Feststellung von Mehrbedarfen werden wir uns bei allen Beteiligten für eine Anhebung der Leistungen einsetzen.

Können wir von Ihnen eine positive fraktionsübergreifende Unterstützung in der Sache der HIV-und HCV-Entschädigungen, in Analogie zu der Contergan-Entschädigung erwarten?
Antwort
Wir werden uns auch in Zukunft für eine Fortführung der Finanzierung der Stiftung und der daraus resultierenden Leistungen für die Betroffenen einsetzen. Wenn Ergebnisse zum Leistungsbedarf der Betroffenen vorliegen, werden wir diese prüfen. Im Fall der Feststellung von Mehrbedarfen werden wir uns bei allen Beteiligten für eine Anhebung der Leistungen einsetzen.

Die Empfehlung des MdB ist dahingehend, diese Absichtserklärung einzufordern. Zum einen ist der Aspekt, die CDU/CSU setzt sich ein das die Stiftung mit ausreichenden Mittel ausgestattet sein wird und zum anderen, das ein Konsens erarbeitet werden soll, wenn eine Feststellung zu Mehrbedarfen besteht.
Die Feststellung das Handlungsbedarf besteht, wurde anhand der Studie 2014 bereits dokumentiert und gefordert.
Bezüglich des Inflationsausgleich ist anzumerken, das es sich hierbei nur um eine "indirekte" Erhöhung handelt die nichts mit Mehrbedarfen zu tun hat.
Warum soll die Leistung (Kaufkraft 3000 DM ohne Anrechnung) heute um 26 % weniger angemessen erachtet werden, im Vergleich der Kaufkraft zu damals, wenn ein Inflationsausgleich stattfindet?

Wünsche Euch ein schönes Wochenende
Toby

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 3. Dez 2016, 19:29

Liebe Mitstreiter! Liebe Betroffenen! Liebe Angehörigen!

Es ist sehr erfreulich, dass sich nach und nach immer mehr Menschen hier und auf der Homepage von Lynn und Michael zusammenfinden. Ja, es begeistert mich regelrecht! Es erscheinen mehr und mehr Beiträge in Internet, Zeitungen, Radio und Fernsehen. Unter der wachsenden Zahl von Aktivisten, die sich zusammenfinden, entwickeln sich unterschiedliche Ideen, wie wir etwas voranbringen können zu den Themen Petition, Stiftung und HIVHG! Es entfalten sich zunehmend Synergien! Schaut euch die immer mehr werdenden Beiträge auf http://www.michaeldiederich.de an!
Dabei ist uns aufgefallen, dass eine Gruppe gibt, die bisher in den Berichten wenig erwähnt wurde. Die Gruppe der durch Blut infizierten Betroffenen, die keine Gerinnungsstörung haben und die deshalb nicht durch die DHG oder IGH vertreten werden. Sie machen ca. 30% der Leistungsbezieher aus! Für diese Gruppe sollte es auch eine Vertretung geben!

Der E-Mail-Verteiler für Leistungsempfänger der Stiftung und Angehörige, den wir in Fulda ins Leben gerufen haben, bewährt sich und erleichtert uns die Kommunikation. Ich möchte hier nochmalalle Betroffenen dazu aufrufen, sich da weiter einzutragen. Das geht bei Frau Griesheimer (A.Griesheimer@dhg.de) oder bei Lynn (lynn.s@gmx.de) oder bei mir (jmn@planet.ms). Jeder/e ist herzlich willkommen. Wir benutzen den E-mail-Verteiler nur um innerhalb der Gruppe zu kommunizieren und gehen sehr vertrauensvoll mit den Adressen um!

Etwas was mir Sorgen bereitet ist der Unterschriftenstand der Petition. Wir haben die 5.000 noch nicht erreicht und brauchen noch zehn mal soviel! Wenn jeder von uns nur 10 Unterschriften sammelt, reicht es niemals zu den nötigen 50.000! Ich habe mehrere Listen an Freunde, Bekannten und Nachbarn verteilt die für uns Unterschriften sammeln. Den Link der Online-Petition bei Change.org habe ich, mit der Bitte um Weiterleitung, an viele Leute gemailt. Bitte helft weiter mit, noch mehr Unterschriften zu sammeln oder sammeln zu lassen.

Es ist gut, wenn wir immer mehr Betroffene werden, die sich zusammen für eine zukunftsfähige Stiftung engagieren. Umso mehr Menschen mit individuellen Schicksalen nach Außen zu sehen sind, umso leichter wird es uns gelingen, unsere Ziele zu erreichen.

Liebe Grüße
Jürgen Möller-Nehring
jmn@planet.de
juergen.moeller-nehring@dhg.de
Vorstandsmitglied der DHG

PS: https://www.michaeldiederich.de/app/dow ... 2.2016.pdf

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 6. Dez 2016, 10:21

Hallo und Riesendank an alle Unterstützer!

Jede Aktion, jeder Artikel in der öffentlichkeit hilft weiter. Doch leider ist der Anteil aktiver Helfer immer noch zu klein. Bitte meldet Euch zum Verteiler - keiner muss sein Gesicht zeigen, es gibt auch andere Wege der Unterstützung.

Ich habe mir einige strategische Gedanken gemacht, die ich gerne mit Euch teile:

- Wir sollten uns nicht verzetteln und deshalb die Ziele klar fokussieren. Und das sind:
1. Lebenslang monatliche Entschädigungszahlung/-rente
2. Inflationsausgleich
3. Erstattung spezieller Bedarfe
4. HCV-Entschädigung
Alles das ist ausschließlich über politische Entscheidungen zu erreichen! Und die Politik soll dann entscheiden, ob sie die Pharma heranzieht oder vor der Lobby einknickt. Briefe an die Pharma sind sicher emotional hilfreich - schließlich war der Hauptauslöser des Leids die Gier der Konzerne - doch m. E. nicht zielführend in Bezug auf die Entschädigung. Daher sollten wir alle Kräfte an die Politik wenden.

- Außerdem wäre es hilfreich, Schwerpunkte zu setzen, damit wir uns nicht verzetteln und nicht verbrennen. Jeder hat zudem andere Talente. Als erste Idee:
--> Lynn und Michael haben die besten Pressekontakte. Sie führen diesen Teil der Kampagne an und vermitteln Interviewpartner an interessierte Medien.
--> Jürgen ist jetzt im erweiterten Vorstand der DHG und wird ab der konstituierenden Sitzung im Januar das Thema dort voranbringen.
--> Heiko setzt sich gerade mit dem Stiftungsrecht auseinander. Jürgen und ich mit dem Aufbau der HIV-Stiftung im Vergleich zu ähnlichen Stiftungen.
--> Ich übernehme es gerne, Zielformulierungen und vorbereitende Texte für rechtliche Aktionen zu erstellen. Außerdem marschiere ich mit, wenn eine Demo o.ä. geplant ist.
--> Gesucht wird z. B. eine Kontaktperson für betroffene Nicht-Bluter.
--> ...
Bitte überlegt, was Ihr tun könnt und schickt Eure Vorschläge an die bekannten Ansprechpartner Lynn und Jürgen oder an mich unter
wilma_d@arcor.de

Wir freuen uns über jede Rückmeldung

Liebe Grüße aus Lübeck
Doris

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 8. Dez 2016, 15:01

ich, finde man sollte endlich mal eine schnelle lösung finden und nicht immer zappeln lassen das macht wirklich depressiv geht es weiter geht es nicht weiter immer lauter ????

meiner meinung nach sollte man das Gesetz ändern und nicht auf zeit sondern auf lebenslang ändern.

siehe Contergan Stiftung an, die beziehen ein lebenlang mit der erhöhung der Inflationsrate davon sollte man sich was abeschneiden.

Ich hoffe für uns alle das es so kommt wie wir uns es erhoffen.

Wünsche alle eine Gute Weihnachtszeit.