Humanitäre Hilfe - Seite 30

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 14. Nov 2016, 14:40

Hallo Lynn,

ich meinte den Brief von der DHG an Minister Gröhe
https://static.dhg.de/user_upload/Brief_Groehe.pdf

Viele Grüße
T.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 15. Nov 2016, 12:04

Hallo T!
Also nach meinem Wissen, würde der offene Brief an Hr. Schmidbauer geschickt, der ihn sich genauer anschaut und Sie hoffen er wird diese Woche abgeschickt!
LG Michael


Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 19. Nov 2016, 01:28

Hallo T!

Eine Antwort Gröhes auf den DHG-Brief wird es sicher so schnell nicht geben. Leider ist bereits der erste Satz fehlerhaft. Da steht ", da wir in große Sorge sind", obwohl ", da wir in großer Sorge sind" korrekt wäre. Soll sich Gröhe da mit uns gleich unterhalten. Ich glaube nicht. Ausserdem ist die vordergründige Hauptintension des Briefes die Sorge, dass die Zahlungen nicht kontinuierlich selbst in der bisherigen Höhe nach den Bundestagswahlen in 2017 weitergeführt werden könnten. Robert hatte nach dem DHG-Treffen unmittelbar über die Sicherung der Weiterführung berichtet. Denn Frau Dr. Braun wurde diese Info telefonisch durch einen hohen Beamten aus dem BMG mitgeteilt, also im Auftrag von Gröhe. Natürlich warten wir weiter auf Gespräche und Details, die unsere Ziele umsetzen. Dies steht seit dem 17.11. auch auf der DHG Seite.

Was jetzt im Raum steht ist der Brief an Merkel und Gabriel, für den dankenswerter Weise Horst Schmidbauer seine Hilfe auch zukünftig angeboten hat. Leider war in Fulda das weitere Vorgehen nicht näher spezifiziert worden. Daher bitte ich alle, für dieses Ziel ein selbst formuliertes Schreiben aufzusetzen. Lasst uns jeweils alle davon wissen. Wir haben doch die Email-Liste der Interessierten aus Fulda. Und vor Absendung/Übergabe des Briefes sollte jeder von dem Brief überzeugt sein.

Bitte unterstützt Lynn & Michael in der Kampagne für unsere gemeinsamen Interessen weiterhin bestmöglich.

Liebe Grüße
joe

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 21. Nov 2016, 01:20

Liebe MitstreiterInnen,

die DHG-Meldung über das Treffen zum Thema Stiftung Humanitäre Hilfe lässt bei mir einige Fragen aufkommen. Die ganze Zeit bemühen wir uns als DHG Kontakt zum BMG zu bekommen (siehe den zuletzt versandten Brief) und dann haben wir da mit Frau Dr. Braun eine Vertreterin von uns, der es mit einem Anruf sofort gelingt ins BMG vorzudringen. Warum wurde dies bisher in unserem Bemühen nicht genutzt? Die telefonische Rückmeldung aus dem BMG enthält aber einen Aspekt, der von mir als tiefe Kränkung empfunden wird. Warum kann man uns dies nicht direkt per Brief an die DHG mitteilen, den man veröffentlichen könnte. Sind wir keines respektvollen Umgangs Wert?

Weiter werden wir erneut aufgefordert, Briefe an unsere politischen Vertreter im Bundestag zu richten. Das halte ich uneingeschränkt für sehr wichtig. Aber der empfohlene Tenor mit Blick auf die Contergan-Stiftung ist für mich kein gangbarer Weg. Leid ist nicht vergleichbar. Wir haben einen eigenständigen Anspruch, der sich aus den Grundlagen unseres Staates und des darin beanspruchten Umgangs miteinander ergibt. Ausgangspunkt ist hier die Schuld staatlicher Stellen und pharmazeutischer Unternehmen. Mit den Weiterfinanzierungen in 2004 und 2010, als auch der jetzigen vagen Zusage spricht man ein Bekenntnis zur Fürsorgepflicht aus. Dieses Bekenntnis ist aber unvollständig. Man bejaht die Notwendigkeit weiteren Geldes, aber die sich daraus ergebende notwendige Anpassung an die Inflation und die explizite Dauerhaftigkeit wird abgelehnt. Dabei ist es impliziter Bestandteil des Gesetzes zur Stiftung. Das Gesetz wurde ja erlassen, weil man schnell helfen wollte. Und der Horizont war in 1995 kurz, da man mit einem baldigen Ableben von uns rechnete. Also war kein ausdrücklicher Hinweis auf einen Inflationsausgleich nötig. Jetzt hat sich die Situation insofern geändert, dass einige wenige noch leben und existenziell auf die Leistungen angewiesen sind. Durch die Inflation und die ungeklärte Dauerhaftigkeit sind die Zahlungen nicht zukunftssicher. Aus dem Geist der Stiftung, deren Inanspruchnahme uns gleichzeitig an diese ausliefert, ist die Anpassung der Zahlung durch die Fürsorgepflicht des Staates unausweichlich.

Liebe Grüße
joe

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 22. Nov 2016, 20:40

Sitzung des deutschen Bundestages,
Rede von Bärbel Bas (SPD),
ab der 5.38 Minute geht es um die Stiftung und den Bluterskandal.
https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7034740#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&mod=mediathek

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 24. Nov 2016, 09:22

Liebe Lynn. lieber Michael,

Gast hat geschrieben:Was einen Ausbau finanzieller Hilfen für die Betroffenen anbelangt, kann nur verfassungsrechtlich etwas erreicht werden. Wie schon bereits erwähnt, haben wir hierfür auch die beste aller juristischen Adressen. Bevor wir diese in Anspruch nehmen, werden wir allerdings mit lokalen Anwälten Vorbesprechungen führen.


Hat sich da schon was ergeben?

Liebe Grüße

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 24. Nov 2016, 14:33

Liebe Mitstreiter!



Am Montag findet in Berlin eine Anhörung zur Nivellierung des Conterganhilfegesetzes statt. (Siehe Link!)



https://www.bundestag.de/dokumente/text ... lie/481242



Ich versuche mich zu dieser Veranstaltung noch anzumelden. Es wäre Klasse, wenn sich spontan von uns Leute dort oder auch vor der Veranstaltung einfinden um mit Tafeln, Transparenten und Flugblättern auf unsere Problematik aufmerksam zu machen! Presse ist da sicher auch anwesend.

Warum geht diese Initiative für die Contergan Betroffenen sogar über das Parlament ? Hier geht es um die VIERTE!!!! Nivellierung des Contergan-Hilfe-Gesetzes. Das HIVHG ist noch kein einziges Mal verändert worden!

Wir werden hingehalten, vertröstet und nicht mit einbezogen. Dies ist eine wichtige Möglichkeit uns zu zeigen auch wenn es nur wenige von uns sind.



Sorry das das so kurzfristig ist, aber ich habe die Ankündigung gerade erst gelesen.



LG

Jürgen

jmn@planet.ms

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 24. Nov 2016, 18:33

Sorry ich habe natürlich "Novellierung des Contergan-Hilfe-Gesetzes" gemeint. Tippfehler.
Jürgen
jmn@planet.ms

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 25. Nov 2016, 00:22

Liebe MitstreiterInnen,

zur Frage, die noch vor Jürgen's Beitrag gestellt wurde: Ja, es hat sich etwas ergeben. Wir haben einen Termin bei Herrn Dr. Tolmein, der am Montag wohl auch bei der Anhörung zur Novellierung des Contergan-Hilfegesetzes als Sachverständiger anwesend sein wird. Heute sprach ich mit der Kanzlei & wenn mit dem Infostand in Hamburg alles klappt, kann ich dem Terminvorschlag der Kanzlei auch endgültig zustimmen. Wir werden das "Hamburg-Wochenende" allerdings eine Woche nach hinten verlegen müssen, also alles nach dem 03. & 04. Dezember. Wir sind sehr froh, dass Herr Tolmein bereit ist, uns zu empfangen & zu unterstützen, wobei wir genau diese Optionen ja im persönlichen Gespräch abklären wollen. Ich werde natürlich berichten, sobald wir dort waren :)

Zur Rede von Bärbel Bas möchte ich anmerken, dass ich beeindruckt davon bin, wie schnell Sätze aus Briefen direkt in einer Plenarsitzung landen. Der zitierte Satz stammte aus dem Brief, den ich stellvertretend für Michael ganz zu Anfang der Kampagne an den Petitionsausschuss & weitere politische Personen schickte. Da sieht man mal, wem aus der Politik die Thematik WIRKLICH wichtig ist. Man merkt ja deutlich, dass Frau Bas damit rechnet, dass NIEMAND damit rechnet, dass sie nun mit dem Thema der Entschädigung ansetzt. Frau Bas ist, so denke ich, eine gute & wichtige Adresse um poilitisch voranzukommen. Sie hat einem unserer Mitstreiter stets persönlich & mit viel Verständnis geantwortet. Generell ist sie sehr "offen" für die Problematik. Es genügt ja, wenn man wenigstens bei einem in der Partei den Keim setzen kann. Es ist unsere Aufgabe, die weitere Pflege für die gesetzten Keime zu übernehmen, damit sie Wurzel schlagen.

Weiter so & vielen Dank an alle!
Viele Grüße,
Lynn