Humanitäre Hilfe - Seite 13

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon steffen arrow Sa 20. Aug 2016, 09:22

Hallo Werner,

der Ruf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung benötigt nach §5 Absatz 1 der Satzung der DHG:
Ordentliche Mitgliederversammlungen finden wenigstens jedes dritte Jahr, im Übrigen, sooft es nach Ansicht des Vorstands das Interesse der DHG erfordert, statt. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn es von einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder oder von dem Vertrauensrat durch schriftlichen Antrag an den Vorsitzenden unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.


Die DHG hat am Sonntag, den 30. Oktober 2016 eine Mitgliederversammlung mit Wahlen zum Vorstand in Fulda, dazu sind Sie und alle Mitglieder/innen herzlich eingeladen.
Die Einladungen mit Tagesordnung und Bericht des Vorstands wird Ihnen rechtzeitig per Post gesendet (ca. Ende September).
Schöne Grüße
Steffen Hartwig
DHG e.V. Vorstandsmitglied

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 09:51

Da für Ende Oktober eine ordentliche Mitgliederversammlung angesetzt ist sehe ich es nicht für notwendig eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.
Da diese auch wegen der notwendigen Vorlaufzeit
nicht viel früher terminiert werden könnte.
Zwar konnte man sich in 2 elementaren Punkten nicht durchsetzen,aber so negativ wie in einigen Beiträgen geschildert, ist das Ergebnis auch nicht.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 10:58

Man kann sich auch alles schön reden
Wenn die Existenzgrundlage nicht langfristig gesichert ist, dann kann ich darin nicht den geringsten Verhandlungserfolg erkennen.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 11:48

Klar, einerseits sind die Punkte 'elementar', aber andererseits dann doch nicht so wichtig.

Wenn es bei diesem Verhandlungsabschluss keinen Inflationsausgleich gibt, wird es den wahrscheinlich auch beim nächsten mal nicht geben – wobei die nächsten Verhandlungen erst in zehn Jahren stattfänden und das Leben bis dahin nicht billiger wird.
Genauso verhält es sich mit den Leistungen auf Lebenszeit. Gerade bei diesem Punkt frage ich mich, warum man ihn nicht endgültig löst? Heißt das nicht automatisch, dass es irgendwann überhaupt keine Leistungen mehr gibt? Worauf wartet man da eigentlich noch?

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 12:02

Hallo

Genau das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Wenn nach 10 Jahren der Bund und die Länder alleine weiter finanzieren sollen was ist dann nach weiteren 10 Jahren? Dann wird wieder für 10 Jahre weiter gezahlt oder lese und verstehe ich das ganze falsch?

Warum gehen die Überlegungen dann nicht dahin das man sagt Zahlungen so lange bis der letzte Anspruchsberechtigte verstorben ist?
Das wäre doch besser für alle Beteiligten. Warum wird sich dagegen so gewehrt? Ich verstehe es nicht. Kann da bitte jemand etwas zu schreiben?

BMG lehnt den Inflationsausgleich in Höhe von 26% ab. Wird er abgelehnt weil 26% zu hoch sind oder wird er generell abgelehnt?

Wird weiter verhandelt oder wars das?

Gruss

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 12:16

Ich habe das so verstanden, dass immer wieder neu verhandelt wird – also immer dann, wenn die gestiftete Summe aufgebraucht ist. D. h. alles wie bisher, weil es ja sonst gleich eine Zusage auf Lebenszeit gäbe.

Zu dem Inflationsausgleich und den weiteren Verhandlungen kann ich nichts sagen: Die DHG beantwortet ja keine Fragen und hat auch noch nichts verlauten lassen.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 16:44

Gast hat geschrieben:Man kann sich auch alles schön reden
Wenn die Existenzgrundlage nicht langfristig gesichert ist, dann kann ich darin nicht den geringsten Verhandlungserfolg erkennen.

Der Verhandlungerfolg liegt darin das die Stiftung die nächsten 10 Jahre gesichert ist,allemal besser als wenn die Stiftung 2017 aufgelöst wird. Zwar wurde das Ziel(Lebenslange Zahlung) nicht erreicht,das Ergebnis ist besser als nichts.
Ich würde sagen Minimalziel erreicht.
Das die Kommunikation der DHG nicht optimal war,steht ausser Frage.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Sa 20. Aug 2016, 17:29

Gast hat geschrieben:Der Verhandlungerfolg liegt darin das die Stiftung die nächsten 10 Jahre gesichert ist,allemal besser als wenn die Stiftung 2017 aufgelöst wird. Zwar wurde das Ziel(Lebenslange Zahlung) nicht erreicht,das Ergebnis ist besser als nichts.
Ich würde sagen Minimalziel erreicht.


Das ist genau die Haltung, die unsere Verhandlungs-'partner' erreichen wollen: Devot, dankbar und defätistisch.

Ich habe – wie alle anderen Betroffen auch – nicht um dieses Schicksal gebeten! Jetzt wo der Schaden angerichtet ist, erwarte ich, dass man uns dafür, soweit das überhaupt noch möglich ist, gerecht entschädigt!

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow So 21. Aug 2016, 13:53

Gast hat geschrieben:Ich habe – wie alle anderen Betroffen auch – nicht um dieses Schicksal gebeten! Jetzt wo der Schaden angerichtet ist, erwarte ich, dass man uns dafür, soweit das überhaupt noch möglich ist, gerecht entschädigt!


Den Nagel auf den Kopf getroffen!

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow So 21. Aug 2016, 19:20

Liebe Mitstreiter/Innen,

die Anzahl der Beiträge und Zugriffe der letzten Tage zeigt die herausragende Bedeutung dieses Themas. Dabei äußern sich Wut und Enttäuschung als auch das Bestreben nach konzertierten Aktionen.

Unter anderen weist Jürgen auf die Conterganstiftung als Vorbild hin. Diese hat unter

http://www.contergan-infoportal.de/

eine eigene Internetseite, die eine zentrale Informationsquelle ist.

Für die "Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen" fehlt eine entsprechende Seite. Wäre es da nicht an der Zeit, dass unsere Stiftung eine entsprechende Seite als zentrale Zugriffsstelle einrichtet? Natürliche müsste sie einen prägnanten Namen haben wie

http://www.blutprodukte-stiftung.de/

Dort könnte man alle wichtigen Informationen zu ihr zusammenfassen. Das Fehlen erinnert fast an die Behandlung armer Verwandter, derer man sich schämt.

Dabei hat sich die Stiftung trotz aller Kritik große Verdienste erworben. Die jeweils zeitliche begrenzte Ausgestaltung ist unter anderem dem in der Industrie bevorzugten Prinzip "Pay and Forget" geschuldet. Aber die jeweilige Weiterführung zeigt, dass der Zweck des Gesetzes ernst genommen wird und die geänderten Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Dass die Art und Weise für uns Betroffene kränkend ist, darf nicht verschwiegen werden.

Auf die Seite einer solchen "blutprodukte-stiftung" gehören sehr viele Sachen, die schon mehrfach erwähnt wurden:

- Text des HIV-Hilfegesetzes
- Video der Bitte um Verzeihung im Namen der Bundesregierung durch den damaligen Bundesgesundheitsminister Seehofer
- Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenzen
- Stellungnahmen aus dem Bundesgesundheitsministerium wie die Einschätzung der Unverzichtbarkeit durch den Bundesgesundheitsminister Gröhe
- Ergebnisse und Empfehlungen der PROGNOS-Studie zur Lebenssituation der Betroffenen

Natürlich müssten noch viele andere Dinge dazu. Bei einer solchen gebündelten Zusammenstellung könnte sich die Diskussion besser führen.

Liebe Grüße
joe