Humanitäre Hilfe - Seite 12

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 18. Aug 2016, 11:21

Hallo DHG,
seit doch bitte so höflich und beantwortet die Fragen die weiter vorne gestellt wurden (15.08). Vielen Dank im Voraus.
Mfg Jürgen

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon steffen arrow Do 18. Aug 2016, 18:37

Hallo,

zum Schreiben der DHG als Beilage zu den Hämophilieblättern ist eine Sprachregelung zur Fortführung der Stiftung des BMG veröffentlicht worden.
Den Musterbrief für das Anschreiben der MdB können Sie herunterladen, bearbeiten und versenden.
Schöne Grüße
Steffen Hartwig
DHG e.V. Vorstandsmitglied

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon steffen arrow Do 18. Aug 2016, 19:31

Gast hat geschrieben:Liebe DHG,
Liebe Mitstreiter,
wäre es nicht an der Zeit eine bundesweite Mitgliederversammlung einzuberufen, offiziell als Blutertagung? Somit kann jeder seine Anonymität waren und dennoch könnten wir uns über weitere Möglichkeiten und Schritte austauschen. Berlin wäre dafür ein guter Ort, da könnten wir eventuell aus dem politischen Lager Fürsprecher als Lobbyisten gewinnen.
Nur so eine Idee...

Grüße Ralf


Hallo Ralf,
die DHG hat am Sonntag, den 30. Oktober 2016 eine Mitgliederversammlung mit Wahlen zum Vorstand in Fulda, dazu sind Sie und alle Mitglieder/innen herzlich eingeladen.
Die Einladungen mit Tagesordnung und Bericht des Vorstands wird Ihnen rechtzeitig per Post gesendet (ca. Ende September).
Schöne Grüße
Steffen Hartwig
DHG e.V. Vorstandsmitglied

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 18. Aug 2016, 20:59

Liebe Mitstreiter/Innen,

die letzten Jahre, Monate und Tage haben die Ungeduld und und Leidensfähigkeit der meisten von uns extrem strapaziert. Auch ich fühlte mich noch den hohen Erwartung durch die veröffentlichte Sprachregelung zur Stiftung enttäuscht und niedergeschlagen.

Mit dem Abstand von zwei Tagen habe ich meine Sichtweise etwas korrigiert. Dazu blicke ich zurück. Wann immer die Weiterfinanzierung bisher anstand, wurde diese erst im letzten Moment gesichert. Und da wurde jeweils eine bestimmte Summe zur Verfügung gestellt. Zum Glück reichte sie jeweils nicht für den vorgesehenen Zeitraum, weil wir Gott sei Dank nicht in der unterstellten Häufigkeit verstorben sind. Dann begann die unwürdige Warterei auf die Fortführung erneut.

Im Vergleich zu dieser Vergangenheit stellt die Sprachregelung einen signifikanten Fortschritt dar. Erstmals soll die Finanzierung für einen fest definierten Zeitraum erfolgen - 10 Jahre. Außerdem will der Bund die Lücke schließen, wenn sich die ursprünglichen Aufteilungen zwischen Pharmazeutischen Unternehmen, Bund, Ländern und DRK änderte. Dies geschah schon.

Ein weiteres Plus ist die Fortsetzung nach diesen 10 Jahren. Die Verhandlungen werden sich stark vereinfachen. Es soll mit Bund und Ländern nur noch die zwei Finanzquellen geben. Die Gesundheitsministerkonferenz vom Juni 2016 hat dem zugestimmt und mit dieser Sprachregelung auch der Bund. Somit hätten wir indirekt eine dauerhafte Finanzierung erreicht.

Eine solch langfristige Perspektive gab es für die Stiftung noch nie.

Angesichts der sehr schwierigen Lage kann niemand ernsthaft erwarten, dass unsere Vertreter aus der DHG oder auch der IGH diese Fortschritte durch voreilige oder ungeschickte Kommentare auch nur im geringsten gefährden werden oder wollen. Die Verantwortung für all jene, die auf Zahlungen angewiesen sind, ist zu hoch. Ausdrücklich weise ich darauf hin, dass ich dies weder im Auftrag von DHG oder IGH schreibe, noch in irgendeinem Gremium Mandatsträger bin. In meinem Bekanntenkreis aus DHG und IGH werde ich mich aber zu dieser Position bekennen und mich auch etwaiger Kritik stellen.

Ausdrücklich danke ich unseren Vertretern für die zukunftsgerichtete Sprachregelung, selbst wenn im Moment viele unserer Hoffnungen enttäuscht werden.

Liebe Grüße
joe

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 00:37

Lieber Joe,

in zehn Jahren kann eine Menge passieren:

Es ist ein Kaufkraftverlust von weiteren ca. 250 EUR zu erwarten.

Wir werden weitere Betroffene verlieren und unsere Schlagkraft wird sich damit weiter verringern.

Es wird auch in 10 Jahren keine sichere Fortführung der Stiftung geben: Die Sprachregelung spricht da im Detail von 'soll' und nicht von 'wird' oder gar 'muss' fortgeführt werden.

Was ist in 20 oder 30 Jahren, wenn es vielleicht eine Heilung für HIV gibt? Werden wir dann auch noch weiter versorgt oder darf ich mir dann mit 70 noch einen Vollzeitjob suchen?

Das BMG spielt doch nach wie vor auf Zeit und versucht sich mit dem billigsten Minimalkonsens aus der Affäre zu ziehen.

In einem Punkt hast du allerdings recht: Das alles ist einfach nur unwürdig.

MfG
Werner

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 07:25

Wir sollten nicht wieder den gleichen Fehler machen wie vor zwei Jahren. Damals hätte es nach der Ausstrahlung des Filmes „Blutgeld“ die Möglichkeit gegeben, das Thema in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Das ist uns nicht gelungen! Es ist nicht hilfreich, unsere Anliegen immer wieder in den Hintergrund rutschen zu lassen. Wir müssen dann nämlich alle paar Jahre wieder völlig neu informieren und immer wieder vieles von vorne beginnen. Briefe an Abgeordnete im eigenen Wahlkreis sind ein Anfang. Aber eben auch nur das. Wir müssen erneut alle nur denkbaren Anstrengungen unternehmen um Presse, Medien, Internet, andere Selbsthilfegruppen, Politiker auch auf lokaler Ebene, zu informieren und zu mobilisieren. Vielleicht auch eine Agentur beauftragen um Infos besser zu platzieren.
Möglicherweise auch Rechtsberatung in Anspruch nehmen.
Beim Querlesen im Forum fällt mir immer wieder auf, dass bei vielen von uns und auch bei den Vertretern der DHG eine Haltung vorherrscht, als könnten wir nur als Bittsteller auftreten und müssen dann nehmen was wir kriegen.

Dies dürfen wir nicht immer wieder zu unserer Haltung werden lassen. Nach dem HIV-Hilfe-Gesetz sind wir anspruchsberechtigt! Nachzulesen in § 16 HIVHG (5): "..die Zahlung der Leistung endet... mit Ablauf des Monats, in dem die anspruchsberechtigte Person stirbt...."

Hier steht in dem Bundesgesetz ganz unmissverständlich, wann die Leistungen aus dem Fond enden sollten und was die eigentliche Inteension des Gesetzes war. Warum fällt es uns so schwer das für uns nachdrücklich einzufordern? Ebenso zu fordern, dass das HIVHG endlich einer Neufassung bedarf! §1-2 sind z.B. völlig veraltet, die DM gibt es schon 15 Jahre nicht mehr! Wer sich informieren will, was im Contaganstiftungsgesetz steht (Welches schon mehrfach revidiert wurde):

http://www.buzer.de/gesetz/1344/a19020.htm .

Das sollte unsere Messlatte sein!

Ich schließe mich dem hier mehrfach geäußerten Wunsch an, eine außerordentliche (Mitglieder-)Versammlung zu organisieren. Um unserem Vorstand die Gelegenheit zu geben, den aktuellen Stand und die weiteren Verhandlungsziele zu erläutern. Auch wenn zwischen den Verhandlern Stillschweigen vereinbart wurde, kann es doch trotzdem darum gehen, gemeinsame neue Strategien zu besprechen und zu planen und auch Betroffene falls möglich zu beruhigen!

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, und die Verhandlungsposition wird umso schlechter, je näher der Moment kommt, bis der Topf erneut leer ist.

Ich bin kein Freund von Katastrophenphantasien und ich halte es nicht für gut, über andere Menschen die Hilfe bedürfen und sie auch bekommen, neidisch herzuziehen. Aber andere Gruppen haben manchmal aus guten Gründen auch eine andere Lobby.

Ich möchte die Vorstandsmitglieder bitten, sich hier, oder auf der Mitteilungsseite, endlich klarer zu äußern und bitte keine Beiträge mehr, die einfach nur mit „DHG“ unterschrieben werden, da gehören wir doch Alle dazu!


Liebe Grüße

Jürgen M.-N.

E-Mail: jmn@planet.ms

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 10:14

Hallo,

wie steht eigentlich Herr Gröhe zur aktuellen Entwicklung? Er hält die Arbeit der Stiftung doch für "unverzichtbar" und unterstützt auch "langfristige Lösungen". Wie passt das zusammen mit der Aussage, dass sein Ministerium nicht auf die Forderung nach einer langfristigen Lösung eingehen möchte?

Und wie kann es sein, dass seitens der "Geldgeber" eine Studie beauftragt wurde, deren Ergebnisse als Grundlage des weiteren Vorgehens dienen sollten und jetzt diese Ergebnisse offensichtlich ignoriert werden?

Im April und Mai 2014 gab es eine ganze Reihe von Berichten zum Thema "Der Stiftung Humanitäre Hilfe droht das AUS" im Focus, Spiegel, der FAZ und weiteren Quellen. Anscheinend existiert ein Draht zur Presse. Kann dieser nicht erneut genutzt werden um die aktuelle Situation/Problematik publik zu machen?

Gruß, Karl-Heinz

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 11:13

Hallo Karl-Heinz,

Herr Gröhe ist wie jeder andere Politiker auch: Er gibt sich gerne einen positiven Anschein und wenn es darauf ankommt, kneift er.

Die SPD, die Linke und die Grünen unterstützen unsere Forderungen. Die CDU lehnt sie ab und spricht noch immer von 'unvermeidlichen Schicksalsschlägen' – und das auch noch Jahrzehnte nach dem Abschlussbericht des Bundestages zum Blutskandal, der die Schuld zum Teil eindeutig bei der BRD sieht.

Ein Regierungswechsel nächstes Jahr wäre deshalb für uns äußerst wünschenswert.

Viele Grüße

T.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 14:11

CDU Christlich Demokratische Union

Sehe da nichts christliches

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Fr 19. Aug 2016, 20:43

Warum reagiert die DHG nicht? Hier sind Fragen gestellt und der Wunsch nach Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geäußert worden. – Das grenzt so langsam an Sabotage!

Gruß
Werner