Humanitäre Hilfe - Seite 11

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 15. Aug 2016, 19:56

Hallo,

lebenslange Zahlungen und ein Inflationsausgleich wurden von Seiten des BMG abgelehnt.

Von einem Stiftungsende habe ich bisher zum Glück noch nichts lesen können.

Hier wurden nun so viele wie ich finde gute Fragen gestellt das ich denke das nun die DHG am Zuge ist um diese zu beantworten.

Merkwürdig finde ich das ganze schon , erst sah es ja so für uns aus das die Verhandlungen für uns in die gute Richtung laufen und plötzlich das lange warten auf ein Statement und dann die unfassbare Info per Post.

Gruss

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mo 15. Aug 2016, 20:06

Hiermit möchte ich mich bei allem ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern der Stiftung für Ihren Einsatz bedanken.
Ich kann mich aber trotzdem dem Beitrag vom 14.08.16 22:11 Uhr nur anschließen.
Machen wir uns doch nichts vor wir sind einfach eine zu kleine Truppe die ja dem BMG sowieso nur Kosten verursacht.Es fängt doch genauso an wie bei dem versuch eine HCV Entschädigungsregelung zu erreichen auch da haben wir einen Brief an den Bundestagsabgeordneten geschrieben und zusätzlich wurde noch eine Unterschriftenliste überreicht und was haben wir damit erreicht nichts.Ich werde auch jetzt wieder einen Brief schreiben aber große Hoffnung mache ich mir nicht.
Vielleicht sollten wir alle einfach nur auswandern eine weile warten und dann einen einen Asylantrag stellen. Ich bin der letzte der was gegen Ausländer hat aber es ist doch schon traurig das für alle Geld da ist nur für die eigenen Bundesbürger nicht.
Was ist das für eine Zukunft wenn ich vor einer Pommesbude stehe und überlegen muss ob ich mir das leisten kann oder nicht.Das ist keine Zukunft nur noch zu hause zu sitzen und zu versuchen Geld zu sparen damit mann die Fahrkosten für die notwendigen Untersuchungen sich noch leisten kann.Ich habe immer gearbeitet und für meine Familie gesorgt und jetzt wo ich nicht mehr arbeiten kann aus gesundheitlichen gründen stürze ich meine Familie in den finanziellen Abgrund. Das ist keine Perspektive dann ist es wirklich besser man beendet das alles. Ich bin ja eigentlich nicht jemand der nur rum jammert aber das sind halt mine Gedanken die mir schon seit dem Brief der DHG schlaflose nächte bereiten.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 16. Aug 2016, 12:04

Als ich den Brief las stellte ich mir aber auch andere Fragen . Dieser Brief wurde geschrieben , so steht es im ersten Satz , weil den Betroffenen es wichtig ist das eine rasche Entscheidung getroffen wird .
Nun , das scheint ja die DHG völlig zu überraschen das da viele Leute nachfragen . Hätte die starke Nachfrage nicht stattgefunden wären wir wohl erst Weihnachten informiert worden das ab 2017 keine Zahlungen mehr geleistet werden .
Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der DHG , aber irgend etwas läuft schief . Mit der HCV Entschädigung wirkte auf mich wie ein rumgeeiere ( Bin gottseidank jetzt HCV - ). Ich möchte jetzt kein Deja-vu erleben .
Dann wird noch gefragt nach Kontakten zu einem TV-Sender . Ist denn das nicht Lobby genug wenn ein Interessenverband sich an ARD oder ZDF richtet .
Wünsche eine lebenswerte Zukunft Euch alle !

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 16. Aug 2016, 12:58

Liebe Forumsteilnehmer,
hier die "Sprachregelung zur Fortführung der Stiftung des BMG":

"Sprachregelung zur Fortführung der Stiftung des BMG

1. Alle Beteiligten – pharmazeutische Unternehmen, Bund, Länder und DRK – verfolgen mit Nachdruck das Ziel, die Stiftung fortzuführen.

2. Das Bundesministerium für Gesundheit, die Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-Infizierte Personen“ und die Industrie haben hierzu Gespräche geführt. Die Länder haben das Thema in die Gesundheitsministerkonferenz eingebracht. Das Bundesministerium der Finanzen plant gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit über die Mittelfristige Haushaltsplanung ab 2018, die Finanzierung zu gewährleisten. Im Rahmen dieser Planungen soll auch für das Jahr 2017 die Liquidität der Stiftung durch eine vorgezogene Überbrückungshilfe sichergestellt werden.

3. Im Kern verfolgen die Beteiligten zur weiteren Finanzierung der Stiftung folgende Überlegungen: Der Bund soll mit jährlich mehr als 40 % zur Finanzierung beitragen. Die Länder sollen weiterhin 20% des Finanzbedarfs abdecken. Gleichzeitig sollen die pharmazeutischen Unternehmen für die nächsten 10 Jahre einen bedeutenden Anteil beitragen. Damit würde die Industrie ihrem sozialen und humanitären Engagement gegenüber den Betroffenen besonderen Ausdruck verleihen. Auch das DRK soll sich entsprechend beteiligen. Nach Ablauf der 10 Jahre sollen dann Bund und Länder die Finanzierungsaufgabe übernehmen."

DHG

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Di 16. Aug 2016, 14:28

Hallo zusammen,

ich war ein paar Tage nicht im Forum und habe auch nicht in den Briefkasten gesehen, deshalb viel ich gerade eben aus allen Wolken, als ich den neusten Stand erfuhr.

Aus dem Schreiben der DHG kann man indirekt ableiten, dass das BMG uns die Mittel streichen wird – sie sagen nur noch nicht wann. Das heißt, dass wir nun alle existenziell gefährdet sind.

Einige hier haben bereits sehr pessimistische Meinungen geäußert und sogar ihren Suizid angekündigt – dem möchte ich mich nicht anschließen: Im Gegenteil! Ich bin nicht bereit kampflos abzutreten!

In anderen Ländern wird die Entschädigung auch fortgeführt – und das, wie z. B. in Kanada sehr viel großzügiger als in Deutschland und dabei hat Kanada nur ca. das halbe Bruttoinlandsprodukt von Deutschland. (Mal zum Vergleich: http://www.hemophilia.ca/en/hcv-hiv/hep ... pensation/)

Deutschland geht es im Moment wirtschaftlich blendend. Zudem kann Finanzminister Schäuble derzeit Bundesanleihen emittieren, an denen er aufgrund der negativen Zinsentwicklung sogar Geld verdient – und soweit ich weiß, werden ihm diese Anleihen trotzdem aus der Hand gerissen. Demnach ist die Finanzierung unserer gerechten Entschädigung keine Frage von finanziellen Möglichkeiten, sondern nur eine des politischen Willens!

Um genau diesen politischen Willen herzustellen, sind die Briefe an die Bundestagsabgeordneten ein guter Anfang. Ein weiterer Schritt wären z. B. Online-Petitionen im Bundestag und auf Change.org – gerade durch Change.org können wir unser Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vermitteln und eventuell Unterstützung erfahren. Ansonsten können wir Demos durchführen und versuchen, durch die Medien unser Anliegen zu vermitteln – so wie schon Jürgen vorgeschlagen hat.

Wir sollten nun der Realität ins Auge sehen: Unsere Leben sind nichts mehr wert – das ist eine Chance, die wir nutzen sollten!

Viele Grüße

Robert

Rho.Kappa@gmx.net

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 17. Aug 2016, 18:32

Das Ergebis der Verhandlungen ist natürlich alles andere als erfreulich, aber man sollte dies wie hier einigemale geschehen nicht mit der Flüchtlingssituation vermischen, das ist Äpfel mit Birnen verglichen, fakt ist aber das sich die DHG in 2 elementaren Punkten(Inflationsausglich und Lebenslange Zahlung) nicht durchsetzen konnte, in ihren Statments hatte sie andere Erwartungen geweckt,das ist bedauerlich und schlechte Öffentlichkeitsarbeit.

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 17. Aug 2016, 19:16

Hallo,

vorab - ich bin Angehörige eines Betroffenen.

...und ich finde die Kommunikation der DHG beschämend. Erst hoffnungsfrohe Aussagen, dann Schweigen - und jetzt das. Ich schließe mich damit einem Vorschreiber an.

@DHG Beitrag von 16.8. Ich finde es ebenfalls beschämend, dass in diesem bedauerlich anonymen Forum selbst die DHG anonym schreibt. Hallo, wer hat da ein Statemnent gepostet? Wann geht es weiter? Was sind die nächsten Schritte? Wo können Mitglieder die Verhandlungsprotokolle einsehen? Ach ja, mit wem genau habt Ihr gesprochen? Es wäre hilfreich, das zu wissen, wenn wir Politiker anschreiben sollen.

Insgesamt ist es an der Zeit aufzustehen und nach neuen Wegen zu suchen. Ob mit oder ohne DHG wird sich zeigen.

Beste Grüße
Doris

wilma_d@arcor.de

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 17. Aug 2016, 22:06

Liebe DHG,
Liebe Mitstreiter,
wäre es nicht an der Zeit eine bundesweite Mitgliederversammlung einzuberufen, offiziell als Blutertagung? Somit kann jeder seine Anonymität waren und dennoch könnten wir uns über weitere Möglichkeiten und Schritte austauschen. Berlin wäre dafür ein guter Ort, da könnten wir eventuell aus dem politischen Lager Fürsprecher als Lobbyisten gewinnen.
Nur so eine Idee...

Grüße Ralf

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Mi 17. Aug 2016, 23:21

Ich finde auch das wir so langsam was machen müssen.Sonst sind die Verhandlungen beendeten und wir haben nichts getan und das Geschrei ist groß Gruß Marc

Re: Humanitäre Hilfe

Beitragvon Gast arrow Do 18. Aug 2016, 08:25

Hallo,

ich bin ebenfalls der Ansicht, dass es notwendig ist sich als Gesamtheit der Betroffenen zu organisieren.

Aus diesem Grund finde ich den Vorschlag einer "bundesweiten Betroffenenversammlung" gut. Ich werde dem Ratschlag der DHG folgen und dem Bundestagsabgeordneten meines Wahlbezirkes anschreiben. Ich glaube jedoch nicht, dass dies ausreichen wird.

Und ich denke auch, dass uns die Zeit wegrennt und schnelles Handeln nötig ist.

Gruß, Karl-Heinz