HCV Entschädigung

HCV Entschädigung

Beitragvon Gast arrow Do 2. Feb 2017, 18:04

Auf eine Reaktion bzw. Antwort auf nachfolgende Schreiben wartet die HCV-Gruppe nun seit Wochen.

14.12.2016:
Hallo Frau Oestreicher,

Wie Ihnen bekannt ist, kämpft die DHG seit Jahren für eine Entschädigung für HCV infizierte Hämophile.

Durch das skrupellose Verhalten des letzten geschäftsführenden Vorstandes, insbesondere Herrn Kalnins, wurden unsere Bemühungen erheblich zurückgeworfen.

Ich möchte Sie dringend bitten, eine Telefonkonferenz mit allen an diesem Thema Interessierten zu organisieren. Wir müssten besprechen, welche weiteren Schritte wir unternehmen wollen.
In Vorbereitung des Gespräches ist es besonders wichtig, dass ein Vertreter des Vorstandes für dieses Thema benannt wird (nach meiner Meinung sollte dies "Chefsache" sein).

14.01.17:
An den Vorstand:

Zum Thema HCV Entschädigung bitten wir um Informationen zu folgenden Fragen:

- Welche Aktivitäten hat der neue Vorstand unternommen, um eine Entschädigungslösung für HCV- Infizierte voran zu bringen?
- Hat Herr Gröhe / das BMG auf das Schreiben des Ärztlichen Beirats geantwortet?
- An welche Journalisten wurde das Schreiben des ÄB gesandt, wer hat geantwortet?
- Ist das Thema HCH Entschädigung im AK Blut nochmal vorgetragen worden?
- Ist das Thema HCV Entschädigung beim „Rund-Tisch Gespräch“ in Hamburg behandelt worden?
- Haben sich die MdB Frau Schulz-Asche und MdB Frau Wöllert noch mal gemeldet?
- Zu welchen Abgeordneten von CDU und SPD besteht noch Kontakt?


In ihrem Beitrag im letzten Hämophilieblatt nennt Frau Dr. Oestreicher die HCV Entschädigung als vordringliche Aufgabe. In einem kürzlich erschienenen Artikel für den Newsletter der EHC taucht der Begriff HCV Entschädigung bereits nicht mehr auf (http://static.ehc.eu/wp-content/uploads ... Jan-17.pdf).
Wie ich kürzlich erfahren habe, wird im "Geheimbrief" des Vorstandes an Frau Merkel und Herrn Gabriel das Thema HCV nicht erwähnt. Eine vorherige Absprache mit der HCV Gruppe der DHG hat nicht stattgefunden. Der Vorstand hat mit diesem Vorgehen, den Bemühungen um eine Entschädigung schwer geschadet.
Ein schlechter Start für den neuen Vorstand und die neue Vorsitzende.

Dr. med. Uwe Schlenkrich

Re: HCV Entschädigung

Beitragvon Gast arrow Fr 10. Feb 2017, 09:14

Sehr geehrte Frau Oestreicher,
liebe Vorstandsmitglieder,

viele DHG Mitstreiter haben sich intensiv darum bemüht aus diesem Desaster für unsere Mitglieder eine Lösung zu erreichen. Ihre Wahlveranstalltung hat sich entsprechend der Thematik HCV Entschädigung positiv dargestellt.

Zu unserem Bedauern hat sich aber für die in diesem Prozess beteiligten keinerlei neues Wirken ergeben? Auch das ersuchen von uns, an einer Lösung zu diesem Thema arbeitenden Mitgliedern, mit Antworten aus dem neuen Vorstand wird nicht beantwortet.

Bitte teilen Sie uns klar für alle Mitglieder kenntlich mit ob Sie an einer Entschädigung arbeiten wollen oder ob das Thema von Ihnen mit unseren verstorbenen Mitgliedern beerdigt wurde?

Meine CSU Ansprechpartner haben bereits klar ausgedrückt wenn wir untereinander keine klare Position halten, wie soll dann die Politik hierzu eine Lösung erreichen?

Hier gebe ich zu bedenken wir haben bereits seit langem mehrere Streiter in dieser Sache Herr Poek, Herr Schlenkrich und meine Person u.a., es wäre nur fair Klarheit für alle betroffenen zu schaffen....

Ich ersuche den Vorstand hiermit klar und eindeutig seine Position zu veröffentlichen, damit alle Opfer dieses Skandals wissen woran sie sind.

Gruß
Henrik Rubinstein - Vertrauensmitglied der Region Bayern Süd

Re: HCV Entschädigung

Beitragvon Gast arrow Sa 11. Feb 2017, 18:05

Es ist für das "normale" DHG Mitglied schon sehr interessant zu lesen, was sich intern in unserer Patientenorganisation so abspielt. Ich bin sehr verwundert wie bei einem so wichtigen Thema wie der HCV-Entschädigung seitens unseres vorherigen und des aktuellen Vorstands agiert wurde und wird. Geht es nur noch darum einen Posten im Vorstand zu haben aber sich nicht mehr für die Sorgen und Nöte der Mitglieder einzusetzen? Werden nun noch die wenigen aktiven Kämpfer die sich für unsere HCV-Entschädigung einsetzen mundtot gemacht? Ich kann der neuen Vorsitzenden und dem Vorstand nur empfehlen sich schnellstens mit den Mitgliedern der HCV Arbeitsgruppe der DHG in Verbindung zu setzen und alle Aktivitäten die im Zusammenhang mit der HCV-Entschädigung stehen gemeinsam abzustimmen und zu bündeln um endlich zu einer Lösung zu kommen. Haben wir denn schon all diejenigen vergessen die an HCV gelitten haben und noch immer leiden, die an HCV bzw.deren Folgen gestorben sind und die Familien?

Re: HCV Entschädigung

Beitragvon Gast arrow Fr 17. Feb 2017, 16:59

An den Vorstand:
Guten Tag,




Seit zwei Wochen gibt es nun im Forum der DHG Webseite eine Diskussion zum Thema "HCV Entschädigung". Kein Mitglied des Vorstandes hat es bisher für notwendig gehalten, sich zu dem Thema zu äußern. Ein beschämendes Verhalten!

Ich habe am Wochenende auf der Regionaltagung in Berlin einen Vortrag gehalten und bin auch auf das Thema HCV kurz eingegangen. Zu meiner Verwunderung erzählte Herr Hartwig, Mitglied des Vorstandes, Frau Dr.Oestreicher habe sich mit mir getroffen und das weitere Vorgehen besprochen. Ich weiß nicht, was Frau Oestreicher im Vorstand berichtet hat, hier nun meine Version. Ich habe sie am Rande eines internationalen Treffens Anfang Januar in Amsterdam getroffen. Ich gehörte zu den Organisatoren des Treffens und habe mich auch dafür eingesetzt, dass Frau Dr.Oestreicher eine Einladung erhält. Dort habe ich sie angesprochen und um ein Gespräch gebeten.

Ich hatte gehofft, dass wir das weitere Vorgehen zum Thema HCV besprechen würden. Leider war mit Frau Oestreicher kein normales Gespräch zu führen, sie war der Art mit Wut und Agressivität besetzt, wie ich es selten erlebt habe. Alles was sie mir vermitteln wollte war, dass HCV für sie keine Priorität besitzt, sie jegliche Kritik als persönliche Beleidigung ansieht und vor allem, was sie für eine toughe Frau ist. Ihr Auftreten war schlicht weg unverschämt und peinlich. Vielleicht fehlt ihr einfach der Bezug zu unseren Problemen. Sie sollte
sich einmal von einem Betroffenen erzählen lassen, was eine Therapie mit Interferon oder Telaprevir bedeutete.

Das Thema HCV ist für uns nach wie vor aktuell und wird uns noch eine zeitlang beschäftigen. So hat mir kürzlich ein Hämophiler erzählt, dass sein Onkel im letzten Jahr an den Folgen einer Ösophagus-Varizen Blutung verstorben ist.

Für ein konstruktives Gespräch stehe ich und andere Mitglieder dem Vorstand jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Uwe Schlenkrich