Verweigerte Einstellung wegen angeborener Gerinnugnsstörung

Verweigerte Einstellung wegen angeborener Gerinnugnsstörung

Beitragvon Anonymous arrow Do 25. Jun 2015, 13:06

Florian:

## Ich weiß gerade leider nicht, warum meine Absätze im Ausgabeformat
nicht erscheinen und werde es beizeitgen korrigieren. Für Hinwesie
wäre ich dankbar! Die Buttons, für HTML und Sepzial-Tags
funktionieren leider nicht bei mir. Für bessere Übersicht, zitieren
sie bitte diesen Post/Beitrag oder lesen Sie den Inhalt der Datei
hinter folgendem Link:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/135 ... eigung.txt.
Danke!##

Guten Tag DHG-Gemeinschaft,

Im Folgenden werde ich Schritt für Schritt möglichst verständlich
beschreiben, wie es dzau kam, dass mir der Antritt einer Stelle bei
einem öffentlichen Arbeitgeber verwehrt wird: Bei mir wurde vor
Jahren im Zuge einer von mehreren Operationen eine angeborene
Blutgerinnugnsstörung diagnostiziert. Es handelt sich dabei um einen
"seltenen Kombinationsmangel" der Faktoren VII und VII.

Ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach mehrjährigem Studium mit
Bachelor- und Masterabschluss bereits ein Jahr lang arbeitslos
gemeldet. Ende letzten Jahres kam es jedoch endlich zur Einladung und
Mitte Januar schließlich zum direkten Bewerbungsgespräch bei einem
öffentlichen Arbeitgeber. Bereits nach einem Tag kam die inoffizielle
Zusage, d.h. die Zusage derjenigen, die mich bewerten sollten. Sage
und schreibe mehr als einen Monat später wurde es offiziell mit der
schriftlichen Bestätigung durch den Verwaltungsapparat. Bei der
Stelle handelt es sich um einen mehrjährigen Auslandsdaueraufenthalt
im Südosten Asiens. Hierfür musste durch einen Betriebsarzt der die
BAD GmbH sowohl die Eignung-, als auch die Bildschirm- und
Tropentauglichkeit geprüft werden. Es gibgt keine Hinweise auf
gesundheitliche Voraussetzungen außer der Tropentauglichkeit (auch
nicht, ob die Tropentauglichkeit durch Zusatzmaßnahmen gesützt werden
darf oder nicht - dazu später mehr).

Ich bekam nach weiterer Wartezeit den entsprechenden Auftrag vom
Arbeitgeber an die BAD GmbH zugeschickt. Es dauert noch 3 Wochen bis
in den März hinein, bis ich als Einzelperson bei eigener Anmeldung
einen glücklicherweise relativ frühen Termin wahrnehmen konnte.
Genannter Betriebsarzt führte alle nötigen Vororttests an einem Tag
durch, sodass Eignung und Bildschirmtauglichkeit in Kürze hätten
bestätigt werden können. Auch wurden bereits einige Impfungen
durchgeführt (u.A. durch Injektion in die Muskeln), bevor der Arzt
bei der Besprechung von mir von der Blutungsneigung erfuhr. Er war
dadurch stark verunsichert und wurde buchstäblich weiß im Gesicht.
Sofort wurden alle (Injektions-)Impfungen sofort eingestellt, bis das
Risiko genauer geklärt wäre.

Ich musste den Transfusionsspezialisten kontaktieren, der damals die
Blutungsneigung bei mir diagnostiziert bzw. untersucht hatte. Bei
einem renomierten Facharzt, der viele Patienten und sicherlich
wesentlich schlimmere Fälle als meinen behandelt, dauerte das über
einen Monat (ich glaube, es war April, wenn nicht sogar schon Mai).
Es kam zur Abklärung der Situation und, dass ich vom Spezialisten nun
nochmal die genauen Untersuchungsergebnisse sowie die Risikobewertung
(WICHTIG) für den Einsatz in Südostasien bräuchte. Er war die ganze
Zeit über sehr kooperativ und zeigte sich in dem Fall sogar
involvierter/engagierter als ursprünglich gedacht. Es wurde jedoch
festgestellt, dass die Blutuntersuchungen damals aus Gründen
elterlicher Verweigerung niemals ganz abgeschlossen wurden. Nägel mit
Köpfen: Die verbleibenden Blutproben wurden gezapft und ins Labor
weitergeleitet. Es dauerte, ich glaube, 3 Wochen oder mehr, bis die
Ergebnisse da waren. Es wurde ein Termin in der darauffolgenden Woche
zur Absprache vereinbart. Etwas später kam auch der erste
schriftliche Befund der abschließenden Untersuchung. Warum
"erste" klärt sich gleich.

Der leitende Transfusionsarzt beschrieb in seiner Bewertung, dass
lediglich die zwei genannten Gerinnungsfaktoren unzureichend
koznentriert seien, nicht wie ursprünglich angenommen, auch Faktor
VIII. Desweiteren wurden alle Konzentrationsangaben (von mehreren
relvanten Einflussfaktoren) und die Art der Untersuchungsmethoden
genauer aufgelistet. Ich wäre weiter "gesund und im Alltag
beschwerdefrei". Mein angeborener Mangel ist damit offiziell nur
im Notfall entscheidend, da bei hohem Blutverlust ohne ausreichende
Behandlung eine erhöhte Sterblichkeit zu erwarten ist. Besonders
entscheidend ist der Hinweis gewesen, dass am Einsatzort kein Fresh
Frozen Plasma (FFP) zur Verfügung steht bzw. dessen fachgerechte,
hygienische Verwendung nicht gewährleistet sei (Aussage des
Generalkonsulats vorort). Deswegen wurde ein Spezialpräperat
empfohle, so genanntes lyophilisiertes Frischplasma. Dabei handelt es
sich um ein getrocknetes Präperat, das lediglich aufgelöst und
injeziert werden müsste und von mir immer am Mann getragen werden
könnte. Einziger Nachteil: Es muss auf meinen Kombinationsmangel
zurechtgeschnitten sein und kann daher nur unter höheren Kosten an
speziellen Standorten hergestellt werden. Der Transfusionsarzt
kümmerte sich um die nötigen Kontakte zu einer Blutbank in
Nordrhein-Westfalen, die sich dazu bereit erklärte. Trotzdem
unterscheiden sich die Kosten von 100 bis maximal einige 100 Euro für
das FFP zu 1000 bis 2000 Euro für das Spezialpräperat pro Einsatz. Für
den über zweijährigen daueraufenthalt außerhalb Europas werden wegen
der eingeschränkten Haltbarkeit mindestens 2 solcher Präperate
notwendig. Das FFP würde von meiner eigenen Krankenkasse (BARMER)
bezahlt, das lyophislisierte Frischplasma nicht. Laut Aussage des
Facharztes, des Betriebsarztes, meinen Hausarztes und meiner
Ansprechperson bei der Agentur für Arbeit müsste die entstehenden
Kosten vom Arbeitgeber in Absprache mit seinen Versicherungen
übernommen werden.

Nun hatte ich scheinbar alles in der Hand, den Betriebsarzt ausreichend
zu informieren. Dieser ging für sich selbst nochmal auf Nummer-Sicher
und verlangte vom Transfusionsspezialisten eine genauere Aussage, ob
das neuartige Präperat wirklich notwendig wäre und nicht nur
empfohlen würde. Auch das wurde geklärt. Nach Wochen erfolgte die
Bestätigung der Eignung und wegen Schlamperei bei der BAd GmbH und
nach weiterer dringender Anfrage von meiner Person, auch die
Besätigung der Bildschirm- und Tropentauglichkeit. Die
Tropentauglichkeit wurde mit folgenden Anmeerkungen vom Betriebsarzt
bestätigt: "Keine gesundheitlichen Bedenken unter
Berücksichtigung eines adequaten Notfallmanagements am
Auslandseinsatzort". Das Notfallmanagement ist also auch im
Folgenden der Knackpunkt.

Währenddessen erhielt der Arbeitgeber detaillierte Informationen über die Menge,
die Kosten und die Notwendigkeit des Präperats. Diese Einzelschritte
dauerten wieder mehrere Wochen. Als der Arbeitgeber von den
anstehenden Zusatzkosten erfuhr, wurde es auf einmal ganz still. wenn
man nicht mehr grün hinter den Ohren ist, weiß man, was das bedeuten
kann. Meinen wiederholten Versuchen der Kontaktaufnahme via E-Mail
und Telefon wurde gezielt ausgewichen. Die Personalbeauftrage, die
beim Arbeitgeber meinen fall bearbeitet, war zur ihren offiziellen
Sprechzeiten telefonisch nie zu erreichen, obwohl sie von anderen
Kollegen in der Nähe ihres Büros noch vor Minuten auf dem Gang
gesichtet wurde. Nur ihre Kollegen aus der Personalabteilung hatten
angeblich keine ahnung, wo sie sei bzw. taten alles, um die Frage
nicht zu beantworten. Wie sich herausstellte, war das wohl alles
erwartete Verzögerungstaktik. Abgesehen davon, dass mein Fall
scheinbar Verunsicherung über das weitere Vorgehen hervorrief und
sich schon von Beginn der Blutgerinnungsgeschichte an niemand
verantwortlich fühlen wollte, haben sie in der Zwischenzeit den
rechtlichen Hintergrund beleuchtet. Es ging ium nichts weniger, als
mich, den von ihnen bereits erfolgreich bestätigten
Bewerbungskanditaten, loszuwerden oder zumindest keine Kosten für das
Spezialpräperat übernehmen zu müssen.

Ich war, zugegebenermaßen blauäuig und hatte stets die Hoffnung, dass am
Ende alles gut würde und iche ndlcih in meinen fachbereich nach all
den Jahren des Studiums eisnteigen dürfte. Ich glaubte bis zum
bitterne Ende an die Vernunft des Arbeitgebers, denn die Stelle war
von Anfang an "zum sofortigen Zeitpunkt" zu besetzen. Es
handelt sich immerhin um eine projektbezogene Stelle und jeder Monat,
der ohne erhofften Spezialisten vor Ort verstreicht, ist ein Verlust
für das Propjekt und ein Einschnitt in das Vertrauen der
Projektpartner vorort zu den deutschen Behörden. Ende letzter Woche
(wie so oft Freitag, wenn es unangenehme Nachrichten waren) erhielt
ich schonmal die Absage der Kostenübernahme via E-Mail. Heute folgte
das offizieelle Schreiben des Arbeitgebers. Es ist, sage und
schreibe, gerade mal eine Seite lang, obwohl laut Aussage der
Personalbeauftragen, darin "alle Gründe geklärt würden".

Im Schreiben wird nochmal offengelegt, dass ich erfolgreich das
Bewerbungsverfahren für die Stelle durchlaufen und angenommen wurden
wäre. Letztere geschah jedoch unter Voraussetzung, dass sich aus
meinem Führungszeugnis (ja, auch kein krimineller Hintergrund war
wichtig) nichts Nachteiliges ergibt und meine gesundheitliche Eignung
durch das Ergebnis der arbeitsmedizinischen Untersuchugnen
nachgewiesen wird. Es folgte unnötiges Geschwätz über Fürsorgepflicht
und wie sie vom öffentlichen arbeitgeber ersnt genommen würde. Danach
kam es schließlich: Sie sehen sich nicht in der Lage, in meinem
spezielen Fall die Arbeitssicherheit am Auslandseinsatzort zu
gewährleisten. Das würde sowohl die Notfallmaßnahmen vorort als auch
die Übernahme des Spezialpräperats einschließen. Während die
angeblich im Notfall unsicheren medizinisches Maßnahmen unbegründet
bleiben, folgte bezüglich der Kostenübernahme:

"Die Vorschriften des Bundesreisekostengesetzes sehen eine Übernahme nur
für erforderliche Impfungen und z.B. Malariaprophylaxe vor. Eine
Kostenübernahme für die Spezialbehandlung einer bereits bestehenden
Dauererkrankung, die unabhängig von einem Auslandseinsatz vorhanden
ist, kann nach Prüfung der Vorschriften nicht bewilligt werden. Die
Abordnung nach Vietnam wäre mit derart hohen Risiken für Ihre
Gesundheit verbunden, dass eine Einstellung nicht zu verantworten
ist."

Nun bin ich in der Situation, dass ich ein halbes Jahr lang auf diese
Stelle gewartet und auch keine Alternative dazu habe. Aus der
Stellenbeschreibung ging niemals hiervor, inwiefern die
Tropentauglichkeit bestätigt werden muss, solange sie bestätigt ist.
D.h., eigentlich bin ich tropentauglich, solange mir das
Spezialpräperat zur Verfügung steht. So hat es sogar der absolute
Experte in dem Gebiet beschrieben. Ich wurde mit dem
Kombinationsmangel an Gerinnungsfaktoren geboren gelte als
"gesund", d.h. im Alltag beschwerdefrei. Das
Spezialpräperat ist lediglich eine nötige Vorsichtsmaßnahme für den
Notfall. Wenn der Arbeitgeber mir die Kostenübernahme und danna uch
noch den Antritt der Stelle an sich verwehrt, ist das dann nicht
Diskrimierung Andersartiger?

Was ist z.B. mit Leuten, die durch Übergewicht oder sonstige
Fehlbelastungen ihre Gelenke weit genug beschädigt haben, und
theoretischer häufiger ausfallen könnten / mehr Behandlungen
benötigen? Was ist mit Menschen, die eine Farbschwäche haben und
damit die Zusammenarbeit im Team sowie die gesamte wissenschaftliche
Arbeit "erschweren"/andersartig gestalten? Werden Leute
ebenso behandelt, wenn sie nicht sonst als kerngesund gelten, sondern
zwar durch die Tauglichkeitsuntersuchungen kommen, jedoch nur mit
schlechten Werten? Ich galt immerhin, bis auf das Notfallmanagement
fachlich wie auch gesundheitlich als absolut geeignet.

Mit meiner Familie, in deren Haushalt ich aktuell noch lebe, haben wir
schon besprochen, wahrscheinlich rechtlich Einwand erheben zu wollen.
Ich habe selber keine eigene Rechtsschutzversicherung und es muss
geprüft werden, inwiefern ich eventuell von jener meiner Eltern
gedeckt wäre. Mein Ansatzpunkte wären die Ungleichbehandlung, der
Gesundenstatus, die Beschwerdefreiheit im Alltag und die
weitgreifende Formulierung in der Stellenausschreibung, die nicht von
einer benötigten uneingeschränkten Tropentauglichkeit erwähnt.
Außerdem steht aus, der Behörde Verschleppung des
Ausschreibungsverfahrens vorzuwerfen und die damit vorbundenen
Konsequenzen für das Projekt und für meine Chancen auf dem
Arbeitsmarkt. Immerhin gelte ich nach mehr als einem Jahr als
dringend vermittlugnswürdig oder wie auch immer man das genau nennen
mag. Dazu kommt, dass es seit Feststellung der Gerinnungsstörung
keinen einzigen Notfall gab, sondern nur geplante Operationen in
deutschen Grenzen bei ausreichender Versorgung durch BARMER-bezahltes
FFP.

Was ist Eure Meinung dazu? Ist es wortwörtlich "rechtens", was
der öffentliche Arbeitgeber in meinem Fall vorsucht durchzuziehen?
Wie könnten meine Chancen in einer jursitischen Auseinandersetzung
stehen? Ich befürchte ja, dass der juristische Weg ein langer ist und
ich auch weiter ohne festes Einkommen dastehe. Hätte ich keine
finanzielle Unterstützung durch meine Eltern und würde nicht
verhältnismäßig bescheiden leben, wären die Ersparnisse nach
Studiengebühren, Arbeitslosigkeit und Co. schon lange aufgebraucht.

Vielen Dank für Eure Hilfe und mit freundlichen Grüßen,
Florian

Verweigerte Einstellung wegen angeborener Gerinnugnsstörung

Beitragvon mitgliederlogin arrow Mo 29. Jun 2015, 22:06

Hallo
Florian,
ich sehe auf Grund meiner Erfahrungen im Berufsleben kaum Chancen, dass
Du deinen "Traumjob bei dem öffentlichen Arbeitgeber bekommst,
mit dem mehrjährigen Auslandsaufenthalt.
Der Arbeitgeber hat eine sogenannte Fürsorgepflicht (hier spukt im Kopf
nun mal "Bluterkrankheit" umher und dieses Wort ist einfach
zu stark!) - und dafür wird keiner (Personalbereich oder der Chef des
Bereichs in dem Du später Arbeiten würdest) die Verantwortung
übernehmen. Die Frage für evtl. Rechtliche Schritte wegen einer
Diskriminierung - hier wäre vorab zu Prüfen, liegt bereits eine
Schwerbehinderung vor - lt. der Schilderung von Dir - gehe ich von
aus von einem klaren Nein aus, aber nur bei einem Ja, wäre eine
Klage sinnvoll (aber auch mit geringen Chancen)! Einstellungen entscheidet
aber immer noch der Arbeitgeber allein.
Hier würde auch kein Arbeits- oder Sozialgericht anders entscheiden -
nach den vorliegenden Fakten.
Such Dir eine andere Arbeitsstelle, wo Du nicht den Hinweis auf
Deine seltene Blutgerinnungsstörung geben musst. Ab und Zu muss man
im Leben eine unangenehme Erfahrung machen - das ist halt so.
Gruß Uwe

Verweigerte Einstellung wegen angeborener Gerinnugnsstörung

Beitragvon Anonymous arrow Mi 1. Jul 2015, 23:07

Hallo
Florian,

das ist sicher eine bittere Erfahrung, doch in diesem Fall wird sich die
Entscheidung des potentiellen Arbeitgebers wohl nicht mehr ändern
lassen.
Ich verstehe die Paragraphen zum allgemeinen Arbeitsschutz und zur
Fürsorgepflicht vor allem so, daß der Arbeitgeber verpflichtet ist
den Arbeitnehmer vor Gefahrenquellen für Leib und Leben zu schützen.
Der Knackpunkt wird hier vielleicht die Rückholung im Bedarfsfall
sein. Ohne das Ausmaß und Auswirkungen deines speziellen
Faktormangels zu kennen, gehe ich davon aus daß man im Falle eines
Behandlungsbedarfs im Ausland (Unfall, OP,...) in dem meisten Fällen
eine Rückholung nach Deutschland benötigen wird.
Die "mindestens 2 Präparate" für 2 Jahre sind vermutlich
deutlich zu niedrig angesetzt. Mit einer Einmaldosis kommt man im
worst case nicht weit. Damit entfällt auch der Umweg des "Ich
stelle meine Medikamente in ausreichender Menge selbst".
Es gibt noch immer eine Menge Berufe, die Hämophile - oder eben
Personen mit anderen Gerinnungsstörungen - nicht ergreifen dürfen,
können, sollten. Man könnte darauf vertrauen, daß einem selbst der
Ernstfall erspart bleibt, etwa weil es seit der Diagnose keine
größeren Probleme gab. Ich rate davon ab.
Du fragst nach der Rechtmäßigkeit der Entscheidung. Dazu kann ich keine
qualifizierte Aussage treffen. Selbst wenn du Recht bekommst: wie
sähe eine Zukunft auf einer Stelle aus, in die man sich hereingeklagt
hat?
Meine Empfehlung als jemand, der selbst durch eine Erkrankung auch keine
Chance auf seinen ursprünglichen Traumjob hat ist bewusst mit dieser
einen Stelle abzuschließen. Es gibt noch viele andere,
herausfordernde Aufgaben.
"Ich galt immerhin, bis auf das Notfallmanagement fachlich wie auch
gesundheitlich als absolut geeignet." Na also: dann findest du
auch Alternativen. Kopf hoch und viel Erfolg!
Christoph