Schlechte Erfahrungen in Klinikum aufgrund Sparpolitik

Schlechte Erfahrungen in Klinikum aufgrund Sparpolitik

Beitragvon Anonymous arrow Di 25. Sep 2012, 14:09

Ni
Kl:
Hallo zusammen

ich wollte meine aktuelle und leider sehr traurige Erfahrung mit euch
teilen, in der Hoffnung, dass ihr mit dem gewonnen Wissen, einer
ähnlicher Situation

entgehen könnt.

Ich war aufgrund einer kleinen, eigentlich unkomplizierten Darm OP in
einer Universitätsklinik stationär aufgenommen. Einen Tag zuvor
wurden korrekt die

Gerinnungswerte geprüft, aufgrund diesen Befunds wurden vor der OP 2000 Einheiten
Haemate vergeben.
Das Präparat war weder auf Zimmertemperatur aufgewärmt, noch wurde die
vorgeschriebene Abgabemenge von maximal 4ml pro Minute eingehalten -
dies

war ich jedoch leider nicht anders gewohnt und da ich die eiskalt
reingejagten Spritzen auch vorher gut vertragen habe, habe ich mir
den Kommentar diesmal

einfach gespart. Ich hatte auch keine große Lust, den Arzt der mich gleich
daraufhin operieren würde, zu verärgern...

Die OP verlief dann sehr gut und der erste Tag danach ebenfalls. Es
wurden weiterhin regelmässig Blutproben durchgeführt, zu meiner
Verwunderung jedoch

meist nur Kontrollen des Blutbilds - nicht der Gerinnungswerte (erkennbar
an den unterschiedlichen Farben, grün bzw rot). Ich habe dies jedoch
erstmal so

hingenommen. Nachdem die Blutungen am zweiten Tag stärker wurden, informierte ich
meinen mich behandelten Arzt darüber. Dieser erklärte mir, dass die

Blutwerte weiterhin gut wären, sodas eine weitere Gabe von Haemate
aktuell nicht notwendig wäre, man wolle mich zur Kontrolle jeoch
weiterhin auf Station

behalten.
Am dritten Tag nach der OP waren die Blutungen so stark, dass ich
anfing, mir ernsthaft Sorgen zu machen. Die Blutkontrolle ergab laut
Arzt jeoch weiterhin,

dass die Werte OK wären, ein weiterer Aufenthaltstag auf Station wurde
angeordnet.
Ich informierte daraufhin meine Vater über die Situtation, der sofort
ins Klinikum kam. Wir verlangten dann von einer Schwester (der Arzt
war mittlerweile nicht

mehr im klinikum) Einsicht in die Blutwerte und bekamen diese auch.
Hier traf uns dann erstmal fast der Schlag, da auf einen Blick erkennbar
war, das die Gerinnungswerte so schlecht waren, dass selbst nach
meinem laienhaften

Wissen, die Notwendigkeit einer sofortige Gabe von Haemate ersichtlich war.
Wir verlangten daraufhin einen Arzt zu sprechen. Dieser kam auch
prompt und

erklärte uns, dass die Gerinnungswerte zu vernachlässigen sind und man sich
nur nach dem Blutbild richten würde. Meine Frage, warum man vor der
OP nur die

Gerinnungswerte überprüfte und aufgrund dieser, Hameta vergab, umging er geschickt.
Auch die in meinen Augen absolut logisch und nachvollziehbare

Tatsache, dass die Gabe von Haemate an einen Patient mit
Gerinnungsstörung, der eine nicht verheilende, offene Wunde, die von
Tag zu Tag mehr blutete

aufweist, doch eigentlich nur von den Gerinnungswerten abhängig sein sollte,
umging er mit nichtssagenden Ausreden bezüglich des Blutbilds. Am
Ende

verplapperte er sich mehrmals, sodas sich folgende Aussage kristalisierte:
"Solange das Blutbild OK ist, besteht keine Lebensgefahr. Da das
Präparat

unglauchblich teuer ist, will man lieber erst mal abwarten". Ich und mein
Vater versuchten daraufhin vergeblich, ihn davon zu überzeugen, dass
ich große

Mengen Blut verlieren und dringend, sofort Hameate benötige. Der Arzt
beauftragte daraufhin eine weitere Blutprobe, als ein weiterer Arzt
dann jedoch nur mit

einer Spritze (die für die Kontrolle des Blutbilds, nicht der
Gerinnungswerte) ankam, reichte es mir und meinem Vater entgültig.
Vom Handy rief ich direkt in der

Gerinnungsambulanz an und schilderte gerade die gesamt Situation, als mich die junge
Ärztin am Telefon unterbricht mit den Worten "Ich verstehe das
Problem

überhaupt nicht, habe ich Ihnen heute morgen doch aufgrund Ihrer schlechten
Gerinnungswerte 2000 Einheiten Haemate verschrieben. Hat der Arzt
diese denn

nicht vergeben?" Noch mit der Gerinnungsambulanz am Telefon
konfrontierte ich meinen Arzt mit dem neugewonnenen Wissen. Dieser
reagierte dreist und war

sichtlich wütend und überrascht. Rot anlaufend, heftig mt dem Kopf schütteln
als wolle er sagen "Da dürfen Sie gar nicht anrufen!"
versuchte er Ausreden zu

erfinden, die sein Handeln rechtfertigen sollten. Ich gab ein letztes
Statement ab, packte meine Sachen und verlies das Klinikum um ein
anderes in der gleichen

Stadt ufzusuchen. Ich hatte in das Uni Klinikum absolut kein Vertrauen
mehr. Es wäre etwas anderes gewesen, hätte der Arzt offen
kommuniziert, das die

Gerinnungsambulanz mir Haemate verschrieben hätte, man aber noch abwarten wolle. So
jedoch wurde mir diese Infos vorenthalten, stattdesen wurde ich

dreist belogen - das konnte ich nicht akzeptieren.
Während der Fahrt in die andere Klinik, rief mich der Arzt der der uni
Klinik auf dem Handy an um mir eine Gabe von Haemate anzubieten, mit
der Bedingung,

danach eine weitere OP zu Kontrolle durchzuführen. Ich lehnte ab.

In der anderen Klinik angekommen, mittlerweile mit starken
Schwächegefühlen und Schweisausbrüchen, erwartete ich eine schnelle
Gabe von Haemate, mit

dem was dann folgte hatte weder ich noch meiner Vater gerechnet. Die
Klinik begündete absolut genauso wie der Arzt im Uniklinikum und
kommunizierte auch

ganz offen "Das Präparat sei zu teuer um es 'einfach so' zu
vergeben, solange das Blutbild OK sei, wolle man abwarten" Ich
war den Tränen nahe.
Es dauerte weitere geschlagene 4 Stunden, bis ich den Arzt endlich mit
telefonischer Unterstützung der Ärztin der Gerinnungsambulanz davon
überzeugen

konnte, das ich das Präparat dringend jetzt benötigte. Eine weitere
Blutkontrolle ergab dann, dass sich mein Hb Wert mittlerweile um ein
mehr als ein drittel

verschlechtert hatte - dementsprechend schlecht und schwach fühlte ich mich auch.
Am Ende wurden zur Sicherheit Blutkonserven angefordert und ich

verbrachte eine Nacht auf der Intensiv - schön, dass man vorher bis
morgens abwarten wollte, wer weiß, wie viel Blut ich da noch in mir
gehabt hätte...

Am Ende hatte ich 1 Woche im Krankenhaus verbracht, statt - hätte man
korrekt nach der OP erneut Haemate vergeben - einen Tag. Das wirklich

erschreckende ist, dass meine kleine Schwester vor ungefäühr einen
Jahr eine ähnliche Geschichte erlebte - sie benötigte damals dann
tatsächlich

Blutkonserven, da man ihr das Präparat komplett verweigert hatte. Ich habe damals
noch gedacht "Da hätte sie aber drauf bestehen sollen, sowas
würde mir

nie passieren!" So kann man sich irren...Hallo 'Leidensgenossen'
ich wollte meine aktuelle und leider sher traurige Erfahrung mit euch
teilen, in der Hoffnung, dass ihr mit dem gewonnen Wissen, einer
ähnlicher Situation entgeghen könnt.

Ich war aufgrund einer kleinen, eigentlich unkomplizierten OP in einer
Universitätsklinik sttionär aufgenommen

Schlechte Erfahrungen in Klinikum aufgrund Sparpolitik

Beitragvon Anonymous arrow Mo 19. Nov 2012, 06:11

Petra
Kluger:
bin gestürzt und war wegen großem Hämatom dort mit den
Geriinungswerten und der Empfehlung, dass man Minirin gibt.
In der 1. Klinik war ich 2 Std., Medijament nicht vorhanden. Sollte am
Montag zum Hausarzt oder woanders anfragen. In 2 weiteren Kliniken
war das Medikamwnt auch nucht vorhanden, erst jn der 4 als
Nasenspray, man hatte keine Erfarungen damit in der Geriinung. Riet
mir nach Ufall in Klinik mit hämatologischer Abteilung. Musste sogar
unterschreiben, dass ich auf eigene Gefahr wieder gehe.

Unser neues Gesundheitssystem?

Schlechte Erfahrungen in Klinikum aufgrund Sparpolitik

Beitragvon utta arrow Do 23. Okt 2014, 00:10

Mir ging es
ähnlich nach schlimmen Blutungen konnte ich jetzt erst 2 Jahre später
meinen Arzt überzeugen das ich einen Notfall Nasenspray brauche .Die
können sich gar nicht vorstellen was für Todesangst man hat wenn die
Blutungen mitten in der Nacht auftreten und nicht zu stillen sind.Und
das Medikament nur wegen der hohen kosten nicht verordnet wird. Die
sind ja nicht betroffen.Aber was können wir da tuen wahrscheinlich
müsste man an die Öffentlichkeit gehen und beschwerte bei den
Ärztekammern einlegen