Krankenkasse und Kostenübernahme

Krankenkasse und Kostenübernahme

Beitragvon Gast arrow Di 12. Sep 2017, 11:42

Liebe Forumsleser,

unsere Tochter 2 Jahre alt hat das Willebrand Syndrom Typ III.
Seit ca. einem halben Jahr haben wir einen Port implantieren lassen. Vorher wurde nur in Notfällen gespritzt in der 80km entfernten Uniklinik.
Mittlerweile spritzen wir prophylaktisch selber einmal pro Woche. Dazu haben wir folgende Hilfsmittel als Rezept von unserer Uniklinik erhalten(Krankenkassen TK):
- Hämate /zahlt TK
- Taurolock /zahlt TK nach einschalten eines Anwalts
- Kochsalz /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt
- Injektionsnadeln /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt
- Handschuhe (2 Größen meine Frau und ich) /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt
- steriles Tuch (zur Ablage) /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt
- Tupfer /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt
- Leere Spritzen /wird nicht bezahlt laut TK da medizinisches Produkt

Die Medikamente werden von der Krankenkasse (TK) übernommen nach rechtlichen Schritten. die medizinischen Produkte allerdings nicht. Dafür sei die Pflegekasse zuständig. Der medizinische Dienst war schon bei uns und hat sich unsere Tochter und Gegebenheiten angeschaut und festgestellt das wir keine Pflegestufe gewährt bekommen.
Wer deckt denn nun die Kosten?
Wohin kann man sich noch wenden?
Gibt es Stiftungen die für solche immensen Kosten aufkommen?

Hat jemand Erfahrung oder kann uns helfen? Behörden und Krankenkassen sind da wirklich eher ein Hemmschuh als eine Hilfe :-(

Wir haben für unsere Tochter einen 80%igen Behindertenausweis falls das noch wichtig wäre.

Es dankt ein verzweifelter Vater.
Tobi