Geburtserfahrung: Kaiserschnitt notwendig?

Geburtserfahrung: Kaiserschnitt notwendig?

Beitragvon Gast arrow Mo 14. Aug 2017, 08:00

Hallo,
wir bekommen im Oktober einen Jungen und weil ich Konduktorin der Hämophilie A in schwerer Form bin, machen wir uns natürlich viele Gedanken um die Geburt. Deswegen bin ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten anderer Eltern: Wie wurden eure Kinder entbunden, spontan oder per Kaiserschnitt?
Ich selbst bin eigentlich kein Fan vom Kaiserschnitt, ich denke, dass die natürliche Geburt für das Kind sehr, sehr wichtig ist. Mein Problem ist aber, dass ich eher klein bin, mein Mann dagegen eher groß (1,63 m zu 1,93 m ) und dass das Würmchen auch nicht grad zu den kleinen Babys gehört. Ich habe Angst, dass es am Ende zu inneren Blutungen kommt, wenn mein Becken vielleicht zu eng für den großen Kopf ist.
Ich habe noch ein Beratungsgespräch im Geburtskrankenhaus - da ich aber den Eindruck habe, dass viele Krankenhäuser gerne zum Kaiserschnitt raten (dauert weniger lang, ist planbarer und bringt mehr Geld), bin ich sehr unsicher. Mir wurde vorab bereits gesagt, ich könne doch vielleicht eine Fruchtwasseruntersuchung in der SSW 32-34 in Erwägung ziehen... In dieser Zeit sei das Risiko nicht mehr so groß. Hat das jemand von euch gemacht?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Re: Geburtserfahrung: Kaiserschnitt notwendig?

Beitragvon Gast arrow So 20. Aug 2017, 10:08

Hallo,
als ich meinen Sohn auf die Welt brachte, wusste ich nicht, dass ich Konduktorin und er Bluter sind. Dennoch kam es zu einem Kaiserschnitt und ich hatte dabei keinerlei Komplikationen.
Ob ein Kaiserschnitt notwendig ist, kann ich aber leider nicht beantworten.

MFG
Lotte

Re: Geburtserfahrung: Kaiserschnitt notwendig?

Beitragvon Gast arrow Mo 21. Aug 2017, 15:48

Hallo, an die Geburt meines Sohnes vor nun schon 22 Jahren kann ich mich noch sehr gut erinnern: Er hat sich von Mitternacht bis nachmittags 16 Uhr Zeit gelassen, auf die Welt zu kommen und da es den Ärzten etwas zu lange dauerte und sie sich deshalb Sorgen um seine Gesundheit machten, überlegten sie laut, ob sie ihm eine Sonde an den Kopf machen sollten. Sofort legte ich mein Veto ein und sagte, dass das Kind höchstwahrscheinlich eine Hämophilie geerbt hat. Dann sind sie losgelaufen und haben schnell ein Gerät herangeschafft, mit dem (über meine Bauchdecke) seine Herztöne kontrolliert werden konnten. Kurze Zeit später kam unser Sohn (51cm, 4390g) gesund und auf normalem Weg zur Welt. Kaiserschnitt würde ich nur im absolut äüßersten Notfall machen lassen, wenn eine normale Geburt nicht möglich ist. Alles Gute!

Re: Geburtserfahrung: Kaiserschnitt notwendig?

Beitragvon Gast arrow Mi 23. Aug 2017, 11:22

Wir raten Ihnen, sich an einen Hämophilie-behandelnden Arzt zu wenden. Diese Ärzte haben viel Erfahrung mit Konduktorinnen und rund um das Thema Geburt. Eine Liste mit spezialisierten Hämophilie-Zentren, sortiert nach Regionen, finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.dhg.de/wichtige-adressen/ha ... ntren.html. Wir wünsche Ihnen alles Gute!

A. Griesheimer,
DHG-Geschäftsstelle