Regionaltagung 2011
Wie auch schon im letzten Jahr, trafen wir uns wieder mitten in Schleswig-Holstein in Dersau. Mit herrlichem Blick auf den Plöner See begrüßten die Vertrauensmitglieder Inga Vollersen und Uwe Gorbatsch die TeilnehmerInnen und ReferentInnen.
Da wir ein überschaubarer Kreis von 22 Personen waren, stellte sich jeder kurz vor, so dass sich beim geplanten Mittagessen „die Richtigen“ gleich zusammensetzen konnten.
Dr. Wolfgang Zeller, niedergelassener Hämatologe aus Hamburg, gab uns einen Überblick über die Entstehung und Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion.
Ein Gast berichtete über das HIM-Projekt (Hämophilie in Motion) aus Blankenburg, an dem er vor wenigen Tagen selbst teilgenommen hatte.
Mit einem Bericht von Dörte Nittka zu den aktuellen Arbeitsschwerpunkten im Vorstand wurde die Versammlung nach der Mittagspause fortgesetzt.
Überaus kompetent stellte uns Professor Ulrike Nowak-Göttl, Leiterin des Gerinnungszentrums des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), aktuelle Analysen zur Hemmkörperentwicklung vor. Auch wurde auf die neuen Gefahren hingewiesen, die das Älterwerden mit sich bringen. Hierzu zählen Thrombose, Herzinfarkt, Schlaganfall – alles Ereignisse, auf die wir uns, insbesondere in Kombination mit Prophylaxe oder hohen Konzentratgaben bei Operationen, einstellen müssen. Anschließend stand uns Dr. Daniela Manner aus der Gerinnungsambulanz im UKSH, Campus Lübeck, für weitere Fragen zur Verfügung.
Mit der Bitte an die Teilnehmer, ihre E-Mail-Adressen zu hinterlassen und Hinweise auf Aktuelles ging die Versammlung bei Kaffee und Kuchen und weiteren Gesprächen zu Ende.
Uwe Gorbatsch
Regionalveranstaltung 2010
Am 30. Oktober 2010 fanden sich bei ausgezeichnetem Reisewetter 30 Personen aus Hamburg und Schleswig-Holstein zur Regionalversammlung Schleswig-Holstein in Dersau am Plöner See ein.
Auftakt war ein Vortrag von Dr. Katharina Holstein aus dem Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf. Sie gab uns zum Einstieg Informationen zum Thema Hämophilie und Schmerz, wobei sie über die Entstehung von Schmerz referierte und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigte. Interessant zu hören war auch, dass chronische Schmerzen Depressionen hervorrufen können. Im zweiten Teil des Vortrags ging es um eine Umfrage, bei der Daten zur Schmerzbehandlung von Hämophilen aus europäischen Hämophiliezentren ausgewertet worden waren. Es wurde graphisch dargestellt, welche Schmerzmittel in welcher Kombination, unterschieden nach Lebensalter, gegeben wurden. Begleitende Maßnahmen (Eis, Physiotherapie, Akupunktur, etc.) waren ebenfalls aufgeführt. Ergebnisse waren zum Beispiel, dass Paracetamol bei den Befragten das erste Mittel der Wahl ist, selbst bei chronischen Schmerzen.
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Nach der Mittagspause informierten uns zwei Rettungssanitäter über den Ablauf eines Notfalleinsatzes. Anhand der Rettungskette wurde erläutert, welche Entscheidungen nach welchen Informationen in der Leitstelle getroffen werden, zum Beispiel wann der Notarzt kommt und wann der Hubschrauber. Den Ausführungen der Sanitäter zufolge geht es bei der Erstversorgung am Einsatzort vorrangig um die reine Lebenserhaltung, vorhandene Erkrankungen werden erst einmal nicht berücksichtigt. Gerade bei Hämophilie ist dies problematisch, da es in der Regel vor Ort kein Konzentrat gibt. Selbst wenn von uns mitgeführter Faktor gefunden wird, darf nur der Notarzt diesen verabreichen; und es ist seine Entscheidung, ob er dies tut oder nicht!
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(gesamter Artikel in den "HBl 3/10")

